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18.02.2016
Journalisten-Verband verbietet Mitgliedern die Bezeichnung "Blattmacher"
berlin.sln. der deutsche journalisten-verband macht ernst: BILD-journalisten dürfen die berufsbezeichnung "blattmacher" künftig auf facebook oder twitter nicht mehr verwenden. tolieriert wird jedoch die bezeichnung, wenn sie mit einem "P" anstatt einem "B" beginnt.
plattmacher anstatt blattmacher
wie DJV-geschäftsführer kajo döhring gegenüber dem lupe-blog begründete, wolle man damit ein zeichen gegen die knallharte fertigmacherei in diversen boulevard-medien setzen. immer öfters werde mit der axt anstelle dem feinfaserschreiber getextet. der "trump"-stil sei unerwünscht. wer dies nicht wolle, müsse halt aus dem verband austreten.
auch schweizer oder österreichische verbände würden nachziehen, weiss döhring. in der schweiz seien zwei zeitungen im radar der verbände: "BLICK" und "weltwoche".
05.08.2012
Die Twitterfalle
dank fussballer morganella, der wegen beleidigungen auf twitter aus olympia abreisen musste und svp-rechtsaussen alexander müller, der wegen einer "kristallnacht" amt und job verlor, ist twitter für einmal prominent in der "sonntagszeitung" vertreten. zwei seiten über zwitschernde mitmenschen.
erfreulich: der beitrag gibt nicht-twitternden lesern einen guten überblick über bedeutung und gefahren von twitter. er führt statistische angaben auf, bringt hinweise zu diversen twitterskandälchen, eine rangliste ausländischer promi-twitterer und ein wenig über ein twitterndes olympiateam. und wer es immer noch nicht weiss, dem wird vor augen geführt, dass alles, was man ins netz hängt, dort auch bleibt und unter umständen zum eigengoal werden kann. die mögliche twitterfalle also. aufgezeigt wird, dass der stellenwert von social media in der unternehmenswelt massiv angestiegen ist und man als social media experte tolle jobaussichten hat.
... mal schauen, ob mir nun wer ein interessantes job-angebot zustellt
ärgerlich: die sonntagszeitung bringt es fertig, auf den beiden seiten über twitter und social media nur gerade einen link zu setzen. dabei ist verlinkung und verknüpfung im web 2.0 das a und o. der erwähnte link führt übrigens zu einem beitrag des eigenen sonntagsblattes und funktioniert nicht einmal. warum nicht den link der erwähnte swiss-olympic seite aufführen. warum nicht die twitter-nutzernamen der erwähnten twitternden sportler auflisten, damit man ihnen folgen könnte? zeitungsjournalisten tun sich scheinbar immer noch schwer, zu online-autoren zu verlinken.
übrigens hat diese "twitter-falle" auch etwas positives: einige menschen überlegen es sich plötzlich noch einmal, bevor sie eine stammtischparole von sich geben. schnappt die twitterfalle zu, hat sie eine erfrischend bereinigende wirkung: rassistisch motivierte twitterer z.b. verschwinden plötzlich von der bildfläche.
..............
der lupe-blog auf twitter: https://twitter.com/SatireLupe
erfreulich: der beitrag gibt nicht-twitternden lesern einen guten überblick über bedeutung und gefahren von twitter. er führt statistische angaben auf, bringt hinweise zu diversen twitterskandälchen, eine rangliste ausländischer promi-twitterer und ein wenig über ein twitterndes olympiateam. und wer es immer noch nicht weiss, dem wird vor augen geführt, dass alles, was man ins netz hängt, dort auch bleibt und unter umständen zum eigengoal werden kann. die mögliche twitterfalle also. aufgezeigt wird, dass der stellenwert von social media in der unternehmenswelt massiv angestiegen ist und man als social media experte tolle jobaussichten hat.
... mal schauen, ob mir nun wer ein interessantes job-angebot zustellt
ärgerlich: die sonntagszeitung bringt es fertig, auf den beiden seiten über twitter und social media nur gerade einen link zu setzen. dabei ist verlinkung und verknüpfung im web 2.0 das a und o. der erwähnte link führt übrigens zu einem beitrag des eigenen sonntagsblattes und funktioniert nicht einmal. warum nicht den link der erwähnte swiss-olympic seite aufführen. warum nicht die twitter-nutzernamen der erwähnten twitternden sportler auflisten, damit man ihnen folgen könnte? zeitungsjournalisten tun sich scheinbar immer noch schwer, zu online-autoren zu verlinken.
übrigens hat diese "twitter-falle" auch etwas positives: einige menschen überlegen es sich plötzlich noch einmal, bevor sie eine stammtischparole von sich geben. schnappt die twitterfalle zu, hat sie eine erfrischend bereinigende wirkung: rassistisch motivierte twitterer z.b. verschwinden plötzlich von der bildfläche.
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der lupe-blog auf twitter: https://twitter.com/SatireLupe
07.02.2012
Dürfen Zeitungen "raubkopieren"? - ein Beispiel der Schaffhauser Nachrichten
- update1 8.2.12 - neiningers ausreden gegenüber m. bütler
- update2 8.2.12, - neiningers stellungnahme im eigenen blatt
- update3 8.2.12 - urs rauber (nzz) über neininger auf twitter / kritik auf twitter sei schwarmdummheit, so neininger
- update4 8.2.12 - tagesanzeiger (maurice thiriet) bringt gefälligkeitsartikel für chefredaktor neininger
- update5 9.2.12 - kommentar (nick lüthi) in der medienwoche
- update6 11.2.12 - neininger und der deutsche journalistenverband
- update7 12.2.12 - warum keine zeitung neininger kritisierte
die schaffhauser nachrichten druckte ungefragt, unhonoriert und ohne das wissen und einverständnis der autorin, einen ganzen beitrag aus dem blog batz.ch (forum für schweizer wirtschaftpolitik) in der printausgabe der zeitung ab.
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| sn, 26.1.2012 |
"Mein Beitrag wurde zudem innerhalb einer Pro- und Contra Debatte zur Initiative des HEV verwendet. (Ob Hans Egloff – mein fiktives Gegenüber – wohl etwas davon wusste?). Unter diesen Bedingungen ist es auch klar, dass die Zeitung den batz.ch als Quelle nicht nennt."bemerkt hatte sie das "raubkopieren" der zeitung erst, als sie per mail dankesschreiben erhielt:
11.12.2011
Lieber Chefredaktor der Sonntagszeitung (offener Brief)
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| zeigefinger-chefredaktor spieler |
lieber martin spieler
schön, dass du seit jahren immer dasselbe foto von dir im editorial der sonntagszeitung veröffentlichst und hoffentlich auch über die nächsten jahre hinweg noch tun wirst. denn dieses portrait von dir wiederspiegelt auf eindrückliche art und weise die schweizerische exekutivpolitik: der fehlende unterkörper zeigt uns die lendenlahme bundesratspolitik auf. der halbgestreckte zeigefinger symbolisiert den zaudernden bundesrat, wenn es darum geht, missstände klar zu bezeichnen. die halb-verschränkten arme wiederspiegeln die untätigkeit der landesregierung in vielen fragen. der geschlossene mund illustriert das kollegialitätsprinzip, hinter dem sich bundesräte gerne verstecken. foto bitte nicht auswechseln. allenfalls könnte dein hofgrafiker haarfarbe und faltenwurf im gesicht alle paar jahre anpassen. das zeigefingerfoto wird sich auch für dich positiv auswirken. du wirst uns, wie anno dazumal 10vor10-ler walter eggenberger, als zeigefinger-chefredaktor noch lange in erinnerung bleiben. für eine spätere mediencoach-karriere nur von vorteil
viele grüsse
lupo lupe
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rund um medien:
Anti-BILD-Werbespots
Sind sie ein Promi? Hatten Sie ein Sex-Problem? BLICK hilft
Die TagesWoche und andere dümmliche Zeitungstitel
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
31.10.2011
Medienlupe: Abzocker Spiegel, Bobby California, Saldo
"der spiegel" will schweizer kunden weiterhin kräftig abzocken, bobby california ist eigentlich andreas gossweiler und die konsumentenzeitschrift saldo mausert sich zu einer meiner lieblingslektüren.
frohe botschaft für käufer der deutschen wirtschaftszeitschrift "brand eins". sie geht voran und passt endlich den frankenpreis der entwicklung des kursverhältnisses an. kostete die zeitschrift zuvor noch 12.50 franken, so ist sie neu in der schweiz für 7.60 franken zu haben. eine ersparnis von rund 40%. der spiegel will die schweizer weiterhin abzocken. man werde nichts ändern, die vertriebskosten seien in der schweiz zu hoch, gab ein spiegel-sprecher auf anfrage der sonntagszeitung bekannt. der spiegel kostet an schweizer zeitschriftenauslagen fr. 7.30, kauft man ihn ennet der grenze, so zahlt man zum heutigen wechselkurs 4.90 fr. ärgerlich, denn obwohl die zeitschrift in der schweiz rund 50% mehr kostet, sind die beilagen, wie uni-spiegel oder kultur-spiegel, in der schweizer version nicht enthalten. hoffen wir, dass einige deutsche zeitschriften, insbesondere solche, die ansonsten das abzockertum anprangern, nachziehen, und die frankenpreise ebenfalls senken werden.
die konsumentenzeitschrift saldo gefällt mir immer besser. besonders lesenswert die rubrik "medienkritik". in der aktuellen ausgabe vergleicht chefredaktor hürzeler die kulturberichterstattungen der grösseren printmedien. anhand amüsanter beispiele zeigt er auf, wie abgehoben, elitär oder schwülstig, einfache erkenntnisse vermittelt werden.
jener anonyme journalist, der jahre lang unter dem pseudonym bobby california in blog und diskussionsforen aus tiefster überzeugung arbeit, moral und ethik der berufsjournalisten in den höchsten tönen lobte und im gegenzug mit dem zweihänder über die bloggende gilde herzog, heisst andreas gossweiler. in der medienwoche erläutert er seine beweggründe. im blog begnügt er sich fortan mit alltagsbanalitäten. aktuell beschreibt er seine mühe mit der technik der sbb-ticketautomanten, die entstehung der pop-gruppe abba oder ärgert sich über einen coiffeursalonnamen.
.....
frühere beiträge über medien:
Die TagesWoche und andere dümmliche Zeitungstitel
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
Rechts-Rutsch bei den Printmedien
Jahresausschau: Schlagzeilen-Illusionen für 2011
frohe botschaft für käufer der deutschen wirtschaftszeitschrift "brand eins". sie geht voran und passt endlich den frankenpreis der entwicklung des kursverhältnisses an. kostete die zeitschrift zuvor noch 12.50 franken, so ist sie neu in der schweiz für 7.60 franken zu haben. eine ersparnis von rund 40%. der spiegel will die schweizer weiterhin abzocken. man werde nichts ändern, die vertriebskosten seien in der schweiz zu hoch, gab ein spiegel-sprecher auf anfrage der sonntagszeitung bekannt. der spiegel kostet an schweizer zeitschriftenauslagen fr. 7.30, kauft man ihn ennet der grenze, so zahlt man zum heutigen wechselkurs 4.90 fr. ärgerlich, denn obwohl die zeitschrift in der schweiz rund 50% mehr kostet, sind die beilagen, wie uni-spiegel oder kultur-spiegel, in der schweizer version nicht enthalten. hoffen wir, dass einige deutsche zeitschriften, insbesondere solche, die ansonsten das abzockertum anprangern, nachziehen, und die frankenpreise ebenfalls senken werden.
die konsumentenzeitschrift saldo gefällt mir immer besser. besonders lesenswert die rubrik "medienkritik". in der aktuellen ausgabe vergleicht chefredaktor hürzeler die kulturberichterstattungen der grösseren printmedien. anhand amüsanter beispiele zeigt er auf, wie abgehoben, elitär oder schwülstig, einfache erkenntnisse vermittelt werden.
jener anonyme journalist, der jahre lang unter dem pseudonym bobby california in blog und diskussionsforen aus tiefster überzeugung arbeit, moral und ethik der berufsjournalisten in den höchsten tönen lobte und im gegenzug mit dem zweihänder über die bloggende gilde herzog, heisst andreas gossweiler. in der medienwoche erläutert er seine beweggründe. im blog begnügt er sich fortan mit alltagsbanalitäten. aktuell beschreibt er seine mühe mit der technik der sbb-ticketautomanten, die entstehung der pop-gruppe abba oder ärgert sich über einen coiffeursalonnamen.
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frühere beiträge über medien:
Die TagesWoche und andere dümmliche Zeitungstitel
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
Rechts-Rutsch bei den Printmedien
Jahresausschau: Schlagzeilen-Illusionen für 2011
12.06.2011
Viele EHEC-Tote werden nicht mehr ganz gesund
die deutsche presse-agentur "dpa" lieferte die schlagzeile des monats (kein witz) und die deutschen qualitätsmedien wie "focus", rhein-zeitung (titel inzwischen in "ehec-kranke" geändert) oder zeit.de übernahmen diese schlagzeile sofort:
ist schon schlimm, da hat jesus und all die wunderheiler an pfingsten aber versagt. wer mal schauen will, wie viele medien diese meldung übernahmen, dem sei geraten, in google den entsprechenden titel einzugeben.
...........
mehr ehec:
EHEC-Forum: "Fördert die Autositz-Heizung ein Keimwachstum im Darm?"
seit 05:45 wird zurückgegurkt
Der ultimative EHEC-Satire-Ticker
ist schon schlimm, da hat jesus und all die wunderheiler an pfingsten aber versagt. wer mal schauen will, wie viele medien diese meldung übernahmen, dem sei geraten, in google den entsprechenden titel einzugeben.
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mehr ehec:
EHEC-Forum: "Fördert die Autositz-Heizung ein Keimwachstum im Darm?"
seit 05:45 wird zurückgegurkt
Der ultimative EHEC-Satire-Ticker
07.06.2011
Ausgezeichneter NZZ-Kommentar über Armee- und Bauernmilliarden
NZZ am sonntag, 4.6.11
wenn man es aus sicht sinnvoller, wirkungsvoller investitionen in die zukunft anschaut, so dürften sich einzig die anreize für den energieumstieg für alle schweizer auszahlen. man sieht ja, wie deutschland in der solartechnik führend wurde, seit es finanzielle anreize für den bau von solaranlagen auf dächern einführte. industrie und einwohner profitieren gleichermassen. auch auf die arbeitsplätze wirkte es sich deutlich positiv aus.
15.05.2011
Rechts-Rutsch bei den Printmedien
das rhetorische gejammer rechter kreise über die links-dominierte presse in der schweiz ist reine stimmungsmache. in den letzten jahren ist in der printmedien-branche ein deutlicher rechtsrutsch zu beobachten
in deutschland ist bei den wochenmagazinen wenigstens eines klar: focus ist rechts. beim spiegel wird es schon schwieriger. der spiegel, ... äh, ... der spiegel, der war doch mal ... irgendwie links. heute, ...
gejammer der rechten:
genauso wie in amerika die ultrarechten, zweck-jammern in der schweiz die rechtsaussenpolitiker der svp über die böse linke zeitungsszene, in denen sie scheinbar kein gehör finden. ein politisches wochenmagazin marke spiegel oder focus gibt es, seit dem niedergang von "facts", in der schweiz eh nicht mehr. vorhanden ist einzig noch die rechtsaussen-wochenzeitung weltwoche unter roger köppel.
zeitungen:
ist es so schlimm mit der dominanz linker medien, wie die rechte politszene glauben machen will? eher umgekehrt. früher gab es einige tageszeitungen, die klar freisinnige leitlinien verfolgten. seit die grossen verlage viele jener tageszeitungen ihr eigen nennen, hat sich einiges verändert. jene zeitungen sind bestimmt nicht links, lassen sich aber, mit ausnahme der nzz-gruppe, nur schwer einem politischen mitte- oder rechts-spektrum zuordnen. schaut man genauer hin, so besitzen die "rechten" inzwischen deutlich mehr zeitungen als früher (aufs bild klicken). insbesondere svp-autohändler frey engagiert sich stark im zeitungsmarkt. blocher zieht im hintergrund die fäden:
![]() |
| medienmacht svp (via sonntagszeitung) |
sonntagszeitungen:
die sonntagszeitung ist, seit der ex-chef der handelszeitung und leiter wirtschaftszeitungen bei axel springer, martin spieler, als chefredaktor amtet, nach rechts gerückt und unterscheidet sich bisweilen nicht mehr allzu gross vom rechten konkurrenten nzz am sonntag. unter spieler und seinem stellvertreter dominic geisseler haben wert-konservative und wirtschaftsfreundliche beiträge und kommentare deutlich zugenommen, auch der wirtschaft/geld-bund scheint grösser geworden zu sein. in der aktuellen ausgabe z.b. kritisiert der stellvertretende chefredaktor geisseler unter "jammern auf hohem niveau" die "streikdrohungen wegen kleinigkeiten". buschauffeure könnten mehr erreichen wenn sie "mit etwas mehr freundlichkeit für verständnis bei der bevölkerung sorgen würden". auch finden forderungen von politischen hardlinern (aktuell karin keller sutter) deutlich mehr gehör, als früher.
von den vier sonntagszeitungen hat der sonntag noch die wert-neutralste ausrichtung. überraschenderweise weist auch der politische teil des ansonsten populistischen sonntagsblick oft eine gewisse "parteilose frische" auf. in der aktuellen ausgabe allerdings dominiert die svp, resp. blocher, fast den ganzen politischen teil.
fazit:
eines ist klar, wer heute noch erfolgreich eine zeitung herausgeben will, der kann dies nur mit einem ziemlich grossen finanziellen background. darüber verfügen mit sicherheit keine linken kreise. das gejammer der rechten ist einzig rhetorische wahlkampftaktik.
....
frühere beiträge zum thema zeitungen und medien
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
BaZ-Expansions-Ziele offengelegt. Ziel: Medienhaus "Nordschweiz"
Schlagzeilen, die es 2010 nie geben wird
Klickhuren im Internet: Spiegel, Welt, 20 Min, SZ und Co
12.01.2011
Journalisten-Vorsatz: Mehr schlafen als schlagen
schreibfehler sind bei mir sicher keine seltenheit. ich vertippe mich auch gerne mal und manchmal bemerke ich es erst, weil mich jemand im kommentar darauf aufmerksam macht. im normalfall berichte ich nicht über tippfehler anderer. doch wenn er so lustig sinnverändernd daher kommt, wie bei markus schneiders jahresvorsätzen für 2011, dann kann ich einfach nicht anders. markus möge es mir verzeihen. er kriegte ja bereits ironische kommentare, nur schon weil er der fdp beitreten will. (ob er der fdp-deutschland auch beitreten würde, bleibe dahingestellt)
hier der screenshot der erwähnten neujahrsvorsätze:
bedauerlich, dass er weniger bloggen will. und als fdp-ler gehört doch der aktienhandel dazu. man kann an der börse ja auch mit negativ-entwicklungen geld verdienen, auf verluste spekulieren.
lieber markus schneider, ich hoffe du schläfst wirklich deutlich mehr, als du 2010 geschlagen hast.
........
kuriose schreibereien:
FDP sucht Verstand
SVP und Rechtschreibung, ... na ja!
hier der screenshot der erwähnten neujahrsvorsätze:
bedauerlich, dass er weniger bloggen will. und als fdp-ler gehört doch der aktienhandel dazu. man kann an der börse ja auch mit negativ-entwicklungen geld verdienen, auf verluste spekulieren.
lieber markus schneider, ich hoffe du schläfst wirklich deutlich mehr, als du 2010 geschlagen hast.
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kuriose schreibereien:
FDP sucht Verstand
SVP und Rechtschreibung, ... na ja!
02.01.2011
Rückruf: Spiegel-Jahrbuch 2010
das gab es noch nie: ein medienverlag ruft ein jahrbuch zurück, weil zu viele käufer sich über den fehlenden monat dezember beschwerten. doch am 10. januar 2011 könnte ein solcher rückruf tatsache werden. dann, wenn ihr, liebe leser, reagiert und reklamiert, versprach spiegel-chef saffe.
lachnummer des jahres: 'das jahr 2010' des spiegel.
anfang dezember war es bereits zu kaufen: das grosse, tolle, spiegel-jahrbuch 2010. spiegel wollte rechtzeitig zum grossen weihnachtsgeschäft kohle machen und nahm darum in kauf, dass praktisch der ganze dezember fehlte. kein schneechaos, kein bahnchaos, keine teflon-merkel, keine peinlichen wikileaks-enthüllungen über die politiker der welt, kein assange und kein wort über die grosse krise des guido dead-man-walking westerwelle.
stellungnahme 'der spiegel':
lupe, der satire-blog wollte darum von den spiegel-verantwortlichen wissen, wie sie sich dazu stellen, dass 1/12 der relevanten ereignisse des jahres 2010 im spiegel-jahrbuch fehlen. es sei halt so usus, dass man vor weihnachten bereits jahrbücher herausgebe, meinte ein sichtlich unbeeindruckter chefredakteur mathias müller von blumencron gegenüber lupe. co-chefredaktor georg mascolo schlug in dieselbe kerbe: "sehen sie, ein wenig fehlender schnee regt keinen spiegel-leser auf und die thematik westerwelle wird auch über den januar hinaus aktuell bleiben".
ove saffe: "wenn tausend reklamieren, drucken wir eine neuausgabe"
wir wollten es genauer wissen und fragten spiegel-verlag-geschäftsführer ove saffe um seine meinung. unser einwand: es sei absolut peinlich, wenn ein renommierter verlag wie der spiegel solch unvollständige jahrbücher herausgebe. eigentlich müsste 'spiegel' ein dermassen fehlerhaftes produkt, wie dies toyota jeweils tue, zurückrufen. saffe liess sich laut lachend zur aussage verleiten: "wenn sich jetzt tausend leser, resp. käufer des jahrbuches, bei uns vehement beschweren, so werden wir es zurückrufen."
auf die frage, ob die käufer dann ein revidiertes jahrbuch mit schnee, assange, hackerattacken der wikileaks-anhänger und westerwelle-fall erhielten, meinte der herausgeber lakonisch: "wer anfang dezember ein jahrbuch 2010 kaufte, der ist selber schuld, der weiss, dass zu diesem zeitpunkt gar kein volles jahr abgebildet werden kann. darum sind diese spekulationen hinfällig." auf ein energisches nachhaken, was denn passiere, wenn jene leser, die 'das jahr 2010' erst im januar kaufen, zu hunderten reklamieren, meinte er schliesslich: "wenn bis zum 10. januar wirklich tausend protestieren, werde ich einen neudruck veranlassen. aber, wie gesagt, das können sie vergessen, weil spiegel-leser weder für etwas auf die strasse gehen noch protestmails wegen solch einer lappalie verschicken. solche aktionen machen wikileaks-anhänger, aber nicht spiegel-leser".
spiegel-leser sind also zu brav und gleichgültig. na, dann mal los, liebe leser! machen wir im januar 2011 dem spiegel mal web 2.0 - mässig dampf. schreibt emails, bombardiert den verlag mit sms oder anfragen.
zufällig habe ich hier ein paar angaben für mögliche aktivitäten:
Adresse: SPIEGEL-Verlag, Brandstwiete 19, 20457 Hamburg
Telefon: 040/3007-2687, Fax: 040/3007-2966,
E-Mail: Spiegel@spiegel.de
Spiegel-online: http://www.spiegel.de/
musterbrief:
Liebe Spiegel-Redaktion
Ich kaufte mir im Januar 2011 das Jahrbuch "Das Jahr 2010" aus Ihrem Verlag, in der berechtigten Annahme, dass darin alle wichtigen Ereignisse des Jahres aufgelistet sind. Doch stellte ich fest, dass fast der ganze Dezember 2010 fehlt. Über die ganze Wikileaks-Affaire, das Schneechaos, das Versagen der Bahn und den tiefen Fall des Guido Westerwelle wurde kein einziges Wort verloren. Ein Jahrbuch, in dem praktisch der ganze Dezember fehlt, ist für mich nicht akzeptabel. Ich bitte Sie, mir den Kaufpreis des Jahrbuches zurückzuerstatten oder mir eine neue Version des Jahrbuches, in dem auch der Dezember enthalten ist, zuzustellen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
......
auf facebook gibt es die neue gruppe*: "Aktion "Rückruf Spiegel-Jahrbuch 2010"
.......
*update aug 2011: da ich mein facebook-konto löschte und nur noch eine facebook-fanseite habe, ist dieser link hinfällig
lachnummer des jahres: 'das jahr 2010' des spiegel.anfang dezember war es bereits zu kaufen: das grosse, tolle, spiegel-jahrbuch 2010. spiegel wollte rechtzeitig zum grossen weihnachtsgeschäft kohle machen und nahm darum in kauf, dass praktisch der ganze dezember fehlte. kein schneechaos, kein bahnchaos, keine teflon-merkel, keine peinlichen wikileaks-enthüllungen über die politiker der welt, kein assange und kein wort über die grosse krise des guido dead-man-walking westerwelle.
stellungnahme 'der spiegel':
lupe, der satire-blog wollte darum von den spiegel-verantwortlichen wissen, wie sie sich dazu stellen, dass 1/12 der relevanten ereignisse des jahres 2010 im spiegel-jahrbuch fehlen. es sei halt so usus, dass man vor weihnachten bereits jahrbücher herausgebe, meinte ein sichtlich unbeeindruckter chefredakteur mathias müller von blumencron gegenüber lupe. co-chefredaktor georg mascolo schlug in dieselbe kerbe: "sehen sie, ein wenig fehlender schnee regt keinen spiegel-leser auf und die thematik westerwelle wird auch über den januar hinaus aktuell bleiben".
wir wollten es genauer wissen und fragten spiegel-verlag-geschäftsführer ove saffe um seine meinung. unser einwand: es sei absolut peinlich, wenn ein renommierter verlag wie der spiegel solch unvollständige jahrbücher herausgebe. eigentlich müsste 'spiegel' ein dermassen fehlerhaftes produkt, wie dies toyota jeweils tue, zurückrufen. saffe liess sich laut lachend zur aussage verleiten: "wenn sich jetzt tausend leser, resp. käufer des jahrbuches, bei uns vehement beschweren, so werden wir es zurückrufen."
auf die frage, ob die käufer dann ein revidiertes jahrbuch mit schnee, assange, hackerattacken der wikileaks-anhänger und westerwelle-fall erhielten, meinte der herausgeber lakonisch: "wer anfang dezember ein jahrbuch 2010 kaufte, der ist selber schuld, der weiss, dass zu diesem zeitpunkt gar kein volles jahr abgebildet werden kann. darum sind diese spekulationen hinfällig." auf ein energisches nachhaken, was denn passiere, wenn jene leser, die 'das jahr 2010' erst im januar kaufen, zu hunderten reklamieren, meinte er schliesslich: "wenn bis zum 10. januar wirklich tausend protestieren, werde ich einen neudruck veranlassen. aber, wie gesagt, das können sie vergessen, weil spiegel-leser weder für etwas auf die strasse gehen noch protestmails wegen solch einer lappalie verschicken. solche aktionen machen wikileaks-anhänger, aber nicht spiegel-leser".
spiegel-leser sind also zu brav und gleichgültig. na, dann mal los, liebe leser! machen wir im januar 2011 dem spiegel mal web 2.0 - mässig dampf. schreibt emails, bombardiert den verlag mit sms oder anfragen.
zufällig habe ich hier ein paar angaben für mögliche aktivitäten:
Adresse: SPIEGEL-Verlag, Brandstwiete 19, 20457 Hamburg
Telefon: 040/3007-2687, Fax: 040/3007-2966,
E-Mail: Spiegel@spiegel.de
Spiegel-online: http://www.spiegel.de/
musterbrief:
Liebe Spiegel-Redaktion
Ich kaufte mir im Januar 2011 das Jahrbuch "Das Jahr 2010" aus Ihrem Verlag, in der berechtigten Annahme, dass darin alle wichtigen Ereignisse des Jahres aufgelistet sind. Doch stellte ich fest, dass fast der ganze Dezember 2010 fehlt. Über die ganze Wikileaks-Affaire, das Schneechaos, das Versagen der Bahn und den tiefen Fall des Guido Westerwelle wurde kein einziges Wort verloren. Ein Jahrbuch, in dem praktisch der ganze Dezember fehlt, ist für mich nicht akzeptabel. Ich bitte Sie, mir den Kaufpreis des Jahrbuches zurückzuerstatten oder mir eine neue Version des Jahrbuches, in dem auch der Dezember enthalten ist, zuzustellen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüssen
......
auf facebook gibt es die neue gruppe*: "Aktion "Rückruf Spiegel-Jahrbuch 2010"
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*update aug 2011: da ich mein facebook-konto löschte und nur noch eine facebook-fanseite habe, ist dieser link hinfällig
25.11.2010
BaZ: Wechselt Somm zur Schaffhauser Nachrichten?
rasante entwicklung bei der basler zeitung: wagner und tettamanti weg, moritz suter (crossair-gründer) übernimmt, verwaltungsrat ausgewechselt, blocher rausgeworfen, somm will "offiziell" bleiben, der tagesanzeiger zensierte newsnetz mit "baz-filter".
verleger martin wagner hat alle überrascht. noch vor tagen nahm man an, dass wagner als grosser verlierer des ganzen rechtsrutsches bei der basler zeitung den hut nehmen würde und einem blocher noch naher stehenden verleger platz machen werde. blocher hätte dann unter der strammen redaktionsleitung seines adlaten markus somm, vormals rechtsausleger bei der weltwoche, in kürze eine eigene schweizer zeitung angestrebt. doch blocher hat in seinen allmacht-träumen einmal mehr unterschätzt, welch schlechtes image er ausserhalb der eigenen wählerschaft hat. die baz-belegschaft fürchtete zurecht, dass treue abonnenten verloren gingen, wenn blocher offiziell einsteigt. und dies traf auch ein, geschätzte 1500 abonnenten hätten ihr abonnement gekündet, 18'000 haben eine online-petition gegen blocher unterzeichnet.
wie nun weiter: markus somm will - zumindest offiziell - chef-redaktor der baz bleiben. die ganze entwicklung sei kein problem für ihn, meint er nach aussen. auch die redaktionsvertretung äusserte sich in ersten stellungnahmen bezüglich somm versöhnlich. doch hört man, dass redaktions-intern bereits wetten abgeschlossen werden, wie lange somm bleiben werde. gesucht werde beidseitig, so hört man weiter, nach einer abgangsmöglichkeit ohne gesichtsverlust für somm. somm sei, so wird gemunkelt, bereits im gespräch mit norbert neininger, dem besitzer des schaffhauser medienmonopols (schaffhauser nachrichten, radio munot, schaffhauser fernsehen, klettgauer zeitung). neininger steht der svp sehr nahe, hat blochers teleblocher lanciert und dessen biographie herausgegeben.
reaktionen der anderen medien: der blocher-freundliche schaffhauser nachrichten-chef norbert neininger stellte als einziger medienschaffender den wechsel an der baz-spitze als erfolg blochers dar. so meint er in seinem kommtar zum geschehen in der basler medienlandschaft: "mit der basler lösung haben tettamanti und blocher nun beste voraussetzungen für das medienunternehmen geschaffen."
für alle anderen schweizer medien ist der wechsel eine klare niederlage blochers. die meisten können sich eine gewisse schadenfreude gegenüber blochers rauswurf nicht verkneifen. die nzz rühmt sich aktuell einmal mehr, dass sie die ganze entwicklung durch die aufdeckung des blocherschen mandates bei der baz, ins rollen gebracht habe. dabei macht sich die zeitung über die standfestigkeit von tettamanti und wagner lustig.
bekannt wurde nun auch, dass der tagesanzeiger für den newsnetz-online-auftritt einen filter installiert hatte, der sämtliche artikel, die die begriffe basler-zeitung oder baz enthielten, herausfilterten. offengelegt hat dies der ehemalige baz-online-chef manfred messmer in seinem blog.
roger köppel, weltwoche-chefredaktor - so hört man - bereite einen videokommentar vor, in welchem er sich vor allem darüber mokiere, dass er nicht vor redaktionsschluss vom wagner/tettamanti-entscheid informiert worden sei. somm habe ihn bisher sonst immer rechtzeitig informiert. weiter werde im videolog von köppel über eine verpasste chance für basel gesprochen.
früherer beitrag zur baz-krise:
BaZ-Expansions-Ziele offengelegt. Ziel: Medienhaus "Nordschweiz" (wagner äusserte sich vor bekanntgabe des wechsels zu suter gegenüber lupe)
verleger martin wagner hat alle überrascht. noch vor tagen nahm man an, dass wagner als grosser verlierer des ganzen rechtsrutsches bei der basler zeitung den hut nehmen würde und einem blocher noch naher stehenden verleger platz machen werde. blocher hätte dann unter der strammen redaktionsleitung seines adlaten markus somm, vormals rechtsausleger bei der weltwoche, in kürze eine eigene schweizer zeitung angestrebt. doch blocher hat in seinen allmacht-träumen einmal mehr unterschätzt, welch schlechtes image er ausserhalb der eigenen wählerschaft hat. die baz-belegschaft fürchtete zurecht, dass treue abonnenten verloren gingen, wenn blocher offiziell einsteigt. und dies traf auch ein, geschätzte 1500 abonnenten hätten ihr abonnement gekündet, 18'000 haben eine online-petition gegen blocher unterzeichnet.
wie nun weiter: markus somm will - zumindest offiziell - chef-redaktor der baz bleiben. die ganze entwicklung sei kein problem für ihn, meint er nach aussen. auch die redaktionsvertretung äusserte sich in ersten stellungnahmen bezüglich somm versöhnlich. doch hört man, dass redaktions-intern bereits wetten abgeschlossen werden, wie lange somm bleiben werde. gesucht werde beidseitig, so hört man weiter, nach einer abgangsmöglichkeit ohne gesichtsverlust für somm. somm sei, so wird gemunkelt, bereits im gespräch mit norbert neininger, dem besitzer des schaffhauser medienmonopols (schaffhauser nachrichten, radio munot, schaffhauser fernsehen, klettgauer zeitung). neininger steht der svp sehr nahe, hat blochers teleblocher lanciert und dessen biographie herausgegeben.
reaktionen der anderen medien: der blocher-freundliche schaffhauser nachrichten-chef norbert neininger stellte als einziger medienschaffender den wechsel an der baz-spitze als erfolg blochers dar. so meint er in seinem kommtar zum geschehen in der basler medienlandschaft: "mit der basler lösung haben tettamanti und blocher nun beste voraussetzungen für das medienunternehmen geschaffen."
für alle anderen schweizer medien ist der wechsel eine klare niederlage blochers. die meisten können sich eine gewisse schadenfreude gegenüber blochers rauswurf nicht verkneifen. die nzz rühmt sich aktuell einmal mehr, dass sie die ganze entwicklung durch die aufdeckung des blocherschen mandates bei der baz, ins rollen gebracht habe. dabei macht sich die zeitung über die standfestigkeit von tettamanti und wagner lustig.
bekannt wurde nun auch, dass der tagesanzeiger für den newsnetz-online-auftritt einen filter installiert hatte, der sämtliche artikel, die die begriffe basler-zeitung oder baz enthielten, herausfilterten. offengelegt hat dies der ehemalige baz-online-chef manfred messmer in seinem blog.
roger köppel, weltwoche-chefredaktor - so hört man - bereite einen videokommentar vor, in welchem er sich vor allem darüber mokiere, dass er nicht vor redaktionsschluss vom wagner/tettamanti-entscheid informiert worden sei. somm habe ihn bisher sonst immer rechtzeitig informiert. weiter werde im videolog von köppel über eine verpasste chance für basel gesprochen.
früherer beitrag zur baz-krise:
BaZ-Expansions-Ziele offengelegt. Ziel: Medienhaus "Nordschweiz" (wagner äusserte sich vor bekanntgabe des wechsels zu suter gegenüber lupe)
Sexualkunde-Umfrage bei der Weltwoche
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| umfrage der wochenzeitung "die weltwoche" |
stand momentan: 44% für Aufklärungsunterricht, 56% dagegen. gestimmt haben 59 personen. nach meinem blogbeitrag dürfte sich ergebnis und teilnehmerzahl noch ändern, so hoffe ich wenigstens. abstimmen könnt ihr auf der startseite in der rechten spalte.
ebenso wenig überraschend, aber lustig und immer wieder erheiternd: fragestellungen, ergebnisse oder zwischenstände der anderen umfragen: weltwoche-umfragen
19.11.2010
BaZ-Expansions-Ziele offengelegt. Ziel: Medienhaus "Nordschweiz"
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| wagner: "linke sind keine wirtschaftsnutten" (foto via klartext) |
ich gebe zu, ich habe dieses gespräch mit herrn wagner nicht als interview deklariert. es entwickelte sich aus einer zufälligen begegnung in der city-bar des hilton-hotels in basel. wagner wusste nicht, dass ich für den lupe-blog schreibe. ich habe vorausschauend einfach mal die aufnahmetaste meines multimediatalentes gedrückt. mit dem risiko, dass mich wagner nun einklagen könnte.
lupe: zum wohl herr wagner, gratulation zur verpflichtung von blocher. wurde er eigentlich aus finanziellen gründen geholt. soll er die baz sanieren?
wagner: sicher nicht, dafür haben wir ja tettamanti, blochers geld brauchen wir dazu nicht. blocher ist als reiner stratege mit an bord.
lupe: blocher, somm, tettamanti - rechter geht es kaum.
wagner: wenn sie darauf anspielen, dass die baz nun einen rechtsrutsch vollziehen müsste, liegen sie falsch. die führung ist nun zwar klar rechts der mitte, aber sie nimmt gar keinen einfluss auf den inhalt der baz. (wagner lacht lauthals)
lupe: daran scheint aber die redaktions-crew nicht zu glauben.
wagner: somm gehört auch zur redaktion, er glaubt daran. (lacht noch einmal)
lupe: stellen sie sich vor, oskar lafontaine würde köppel bei der weltwoche ablösen, christine goll würde chefredaktorin und cedric wermuth operativer berater bei der weltwoche. würden sie denen glauben, wenn sie versichern, an der inhaltlichen ausrichtung des rechtsaussen-wochenblattes würde sich nichts ändern?
wagner: ach hören sie doch auf mit solchen utopien. die linken politiker sind keine wirtschaftsnutten, die millionenbeträge zur verfügung haben. uns geht es ausnahmsweise mal wirklich nur um die strategie des medienhauses.
lupe: dann stimmen also die gerüchte, dass sie langfristig die ganze nordschweiz medial abdecken wollen?
wagner: wachsen ist im kriselnden medienmarkt immer gut.
lupe: von basel bis schaffhausen und allenfalls thurgau wäre also alles in einem medienboot.
wagner: bleiben wir auf dem teppich, momentan ist basel gesichert, die schaffhauser medienlandschaft dank blocher-fan neininger auch, die schwierigkeit liegt im aargau.
lupe: schaffhausen gesichert? neininger hat das ganze tageszeitungs-, tv- und radiomonopol?! zudem hört man hört, die nzz sei an schaffhausen sehr interessiert.
wagner: wer gibt die blocher-bücher raus? wer initiierte sie? wer initiierte das teleblocher? neininger. der würde sein letztes hemd hergeben, damit die nzz die schaffhauser nachrichten nicht schluckt. zudem ist er ein fan von blochers politik.
lupe: der thurgau gehört auch zur nordschweiz
wagner: wenn die svp-thurgau will, stehen alle thurgauer-zeitungs-druckmaschinen still. die svp thurgau ist sehr stark. blochers parteispitze bearbeitet momentan die gegenüber der svp-mutterpartei teils aufmüpfigen thurgauer.
lupe. bahnbauer spuhler hat allerdings auch noch grossen einfluss im thurgau und er ist nicht gerade ein absoluter blocher-befürworter.
wagner: spuhler hat ja angekündigt, dass er eventuell nach einer annahme der steuergerechtigkeits-initiative auswandert. die initiative wird mit grosser sicherheit angenommen. hoffen wir, spuhler macht die drohung wahr. (lacht laut)
lupe: bleibt noch der aargau.
wagner: gut, denen versprechen wir, dass wir uns mit allen mitteln dafür einsetzen, dass die atommüll-endlager in den aargau kommen. die bemühen sich um jegliche hochrisiko-ansiedlungen wie akw's oder sondermülldeponien, solange sie millionen-, wenn nicht milliardenbeträge in die kantonskasse spülen.
lupe: sie sprechen von kantonalen entscheidungsträgern, nicht von den besitzern der aargauer zeitung.
wagner: die politische wie örtliche akzeptanz ist nicht zu unterschätzen. ... bezüglich der az-verantwortlichen machen sie sich keine sorgen. sie haben keine ahnung, was ein paar zusätzliche verwaltungsrats-mandate bei bürgerlichen entscheidungsträgern für eine wirkung haben.
......
medien:
Schlagzeilen, die es 2010 nie geben wird
Klickhuren im Internet: Spiegel, Welt, 20 Min, SZ und Co
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
Mein Gott FOCUS, mehr rechts geht es kaum
24.10.2010
Diese 4 Web-Artikel über Multikulti und Medienwelt müsst ihr lesen!
für einmal bringe ich an einem sonntag keine eigenen beiträge. dafür möchte ich euch vier geniale netz-fundstücke der letzten woche dringend zur lektüre empfehlen. nach der leidigen sarrazin-rassenebatte, der "multikulti ist gescheitert" - äusserung der bundeskanzlerin und den ganzen ausländer-raus-forderungen der svp-schweiz, sind die beiden folgenden texte ein absolutes lesemuss:
- tanja dückers befasst sich auf zeit-online mit ausländern und nazis unter dem titel: "Parallelgesellschaften gibt es nicht nur unter Muslimen."
- malte welding zeigt auf, dass wir verlernt haben, uns über andere aufzuregen und es dann gut sein zu lassen: Nerv mich doch!
- der jakblog liefert in einer ausführlichen, auseinandersetzung 10 Thesen über die Zukunft der Zeitungen
- blogger 1, jens berger, alias der spiegelfechter, rechnet mit blogger 2, stefan niggemeier ab: "Die verlorene Ehre des Stefan Niggemeier"
14.10.2010
Mein Gott FOCUS, mehr rechts geht es kaum
ich mag mich noch erinnern, als ich das spiegel-pendant "focus" ab der erstausgabe kaufte und das erste jahr über abonnierte. dann wurde das magazin mir irgendwann zu rechts und ich erstand praktisch keine ausgabe mehr. diesen montag kaufte ich mir wieder mal ein expemplar, weil hintergrundberichte zum bahnprojekt stuttgart 21 angekündigt waren. aber oh schreck, dieses focus ist inzwischen fast mehr rechts, als die schweizer rechts-aussen-postille "weltwoche" unter roger köppel.

zum aktuellen inhalt
....
mehr über medien oder den umgang mit medien aus älteren lupe-beiträgen:
Klickhuren im Internet: Spiegel, Welt, 20Min, SZ und Co
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
Die Achse des Guten, die Weltwoche und der Knallkopp
Medien über die schönste Schweizerin Doris Leuthard
Leuenbergers Rücktritt im Medienspiegel: Tag der Abrechnung
Schlagzeilen, die es 2010 nie geben wird
Medien-Kaspar Darbellay, CVP-Präsident, hat ein ganz, ganz wildes Leben

zum aktuellen inhalt
- hintergrundberichte zu s21. da schaffen es doch tatsächlich sechs (6!) autoren, einen einzigen artikel zu verfassen, der sich über 9 seiten erstreckt, in dem kein einziges wort der kritik am bahnprojekt, am verhalten der polizei, am verhalten der behörden, am verhalten von ministerpräsident mappus zu lesen ist. sechs autoren schaffen es über die neun seiten, nur die s21-gegner, die linken und die grünen zu kritisieren. wer annahm, wenn sechs journalisten einen einzigen artikel verfassen, dann sei dieser ausgewogen, der irrt gewaltig. irgendwo in der redaktionszentrale werden wohl alle focus-redakteure gleichgeschaltet.
- weiter geht es dann mit 10-öko-geboten, die wohl aus der küche der pr_spezialisten-agentur unter andré paris zachmann, seines zeichens auch geschäftsführer des kress.de mediendienstes, stammen. via twitter-account betiteln die pr_spezialisten sämtliche s21-gegner abwechslungsweise als stalinisten, terroristen nazi oder park-stasi.
- unter "das ist absurd" darf das ehemalige präsidiums-mitglied des wwf, zoologe josef reichholf, in einem artikel aufführen, dass konflikte zwischen naturschutz und bauvorhaben meist nicht sehr gross wären, resp. nur vorgeschoben.
- ach und dann muss in einem weiteren artikel mit ein paar fotos und video-hinweisen natürlich spekuliert werden, dass der rentner, der wegen des wasserwerfers nun auf einem auge blind ist, vermutlich habe steine werfen wollen und mit erhobenen händen die wasserwerfer provoziert haben könnte. auch in diesem mehrseitigen artikel kein einziges wort über die unverhältnismässigkeit des polizeieinsatzes.
- hartz IV: nun darf sich horst seehofer guido-westerwelle-like in erinnerung rufen. titel seines interviews: "wer nicht arbeiten will, kriegt kein hartz IV". im interview zieht er dann "auf jeden fall" den schluss "dass wir keine zusätzliche einwanderung aus anderen kulturkreisen brauchen." (anmerkung der red: gestern relativierte er dann diese aussage mit "alles nicht so gemeint")
- wulff und der islam: zu den von bundespräsident wulff gemachten äusserungen, dass der islam inzwischen auch zu deutschland gehöre, darf auf den nächsten seiten ein bischof erläutern "es gibt eine CHRISTLICHE leitkultur, herr bundespräsident"
- tierschutz: unter "al quaida für die tiere" (etwa wieder in pr_spezialisten-titel?) geht es auf den nächsten sechs seiten der tierrechtsorganisation"peta" an den kragen. im namen von katz und hund werbe die organisation peta um spenden und terrorisiere ihre gegner. das gespendete geld komme den tieren kaum zu gute, im gegenteil, viele tiere würden von den aktivisten getötet.
- böse muslime: fehlen eigentlich nur noch die bösen ausländischen jugendlichen in deutschland. "ins essen gespuckt" heisst jener titel. in den problemvierteln deutschlands würden deutsche schüler von ausländer-jugendlichen "gemobbt, beschimpft und erpresst". ach ja, "muslimische schüler" sind selbstverständlich die übeltäter.
- terroralarm mit islam-hintergrund und nelson mandela, der "wider willen" ein heiliger sei, zwei weitere themen.
- gletscherschwund als chance: lustig der kleinst-artikel über den gletscherschwund. er trägt den titel "kleinere gletscher, grösserer artenreichtum".
- bankenkrise: fast vergass ich den beitrag über die finanz- und bankenwelt. titel: "verteufelt die banker nicht!"
will man eine echte konkurrenz zum spiegel bleiben, so muss man sich, wenn jener etwas nach rechts rutscht, noch mehr nach rechts ausrichten. gelungen, herr weimer! mehr rechts geht kaum.
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mehr über medien oder den umgang mit medien aus älteren lupe-beiträgen:
Klickhuren im Internet: Spiegel, Welt, 20Min, SZ und Co
Haben klassische Zeitungen ausgedient?
Die Achse des Guten, die Weltwoche und der Knallkopp
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Leuenbergers Rücktritt im Medienspiegel: Tag der Abrechnung
Schlagzeilen, die es 2010 nie geben wird
Medien-Kaspar Darbellay, CVP-Präsident, hat ein ganz, ganz wildes Leben
27.06.2010
Sonntagsschlagzeilen, zynisch aufbereitet
der blick in die sonntagspresse - diesmal "nzz am sonntag":
- schweizer bundespräsident: cvp-chef darbellay meint: "es braucht ein vierjähriges präsidium". mein gott! man stelle sich dies einmal vor: 4 jahre lang bundespräsident hans-rudolf merz!?
- internet-jihadismus: staatsschutz rüstet auf gegen radikalen islamismus im netz. ob jene, die "pi", henryk m. broder, weltwoche, also all die islam-hetzer beobachten, auch verstärkung kriegen?
- kühe wachsen schneller als ställe: ist ja toll, ein bauer, der einmal vorschriftsgemäss einen stall baute, darf diesen benutzen, so lange er steht, was auch immer an vorschriften neu erlassen wird. tja, die haben halt in bern eine lobby, die ...
- fussball = sport für schwächlinge! dieses thema werde ich wohl in einem separaten post noch abhandeln. fazit: konservative amis hassen fussball.
- lehrermangel: im kanton zürich fehlen in nächster zeit 1000 lehrkräfte. schulversuche, die nichts brachten (basisstufe, grundstufe), aber viele zusätzliche lehrkräfte benötigen, will man selbstverständlich weiter führen.
- lunge künstlich gezüchtet: aha - raucher, ihr könnt aufatmen!
- ubs-debakel: ex ubs-präsident kurer: "der verwaltungsrat der ubs hat mir bestätigt, dass ich keinerlei pflichten verletzt habe." da sind wir aber beruhigt, wenn dies dieses unabhängige gremium sagt.
- fiat und ssc napoli: wenn der ssc napoli spielte, kam es hie und da vor, dass im fiat-werk von rund 4500 arbeitern gegen 1500 krank waren.
21.06.2010
Wenn NZZ und Tagesanzeiger über den Libyen-Deal schwärmen
es ist absolut peinlich, wenn zwei grosse zeitungen der schweiz in ihren kommentaren zum libyendeal und dem an gaddafi bezahlten lösegeld von rund 2 mio franken so richtig ins schwärmen kommen
hinter welch abgeschirmten schreibtischen leben diese redaktionen? wie schlimm sind zwei jahre wohl für eine familie, die auf ihren vater wartet, für eine frau, die auf ihren mann wartet? wie schlimm sind zwei jahre des ungewissens für die geiseln sebst? wie schlimm ist es, wenn ein land für die freilassung zweier landsleute millionen hinblättern muss? welches signal ist dies für zukünftige geiselnehmer, wenn die schweiz kuscht, wenn die schweiz forderungen erfüllt und die bezahlten beträge sogar noch öffentlich kundtut? ich muss sagen, dümmere kommentare habe ich in diesen beiden zeitungen schon lange nicht mehr gelesen.
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| Diktator Gaddafi hat die Schweiz vorgeführt |
im kommentar in der gestrigen "nzz am sonntag" meint das blatt über das verhalten der schweiz:
" ... Somit hat sie ihre schlechten Karten am Ende gut gespielt. Zur Erinnerung: Gaddafi führte kürzlich das grosse England vor, indem es dieses dazu brachte, einen angeblich todkranken Lockerbie-Attentäter freizulassen, der heute noch munter am Leben ist. Und die bulgarischen Krankenschwestern schmorten acht Jahre in Gaddafis Verliessen. Da sind zwei Jahre passabel, wenn auch für die Geiseln zwei Jahre zu viel. (fem.)"man beachte den begriff "passabel". - ebenso peinlich ist der offizielle tagesanzeiger-kommentar in der printausgabe vom samstag, in der die zeitung vom tiefen lösegeld schwärmt, dass die schweiz gaddafi "nur" hatte bezahlen müssen. die schweiz habe super verhandelt, die rund 2 mio lösegeld seien nichts, gegen das, was bulgarien für seine krankenschwestern habe blechen müssen.
hinter welch abgeschirmten schreibtischen leben diese redaktionen? wie schlimm sind zwei jahre wohl für eine familie, die auf ihren vater wartet, für eine frau, die auf ihren mann wartet? wie schlimm sind zwei jahre des ungewissens für die geiseln sebst? wie schlimm ist es, wenn ein land für die freilassung zweier landsleute millionen hinblättern muss? welches signal ist dies für zukünftige geiselnehmer, wenn die schweiz kuscht, wenn die schweiz forderungen erfüllt und die bezahlten beträge sogar noch öffentlich kundtut? ich muss sagen, dümmere kommentare habe ich in diesen beiden zeitungen schon lange nicht mehr gelesen.
16.05.2010
Sprechende Leintücher und neue Magersucht-Serie im TV
der blick in die sonntagsmedien
die sonntagsmedien gaben für einmal nicht allzu viel her. während sonntag.ch (jene zeitung, die man nur in privilegierten städten abonnieren kann) vielleicht sogar wieder einen primeur landete (weiss es nicht, da ich nicht jeden sonntag zu einer tankstelle spazieren will), arbeiten die anderen die ereignisse der vorwoche auf. die sonntagszeitung greift noch einmal die "von der nackten angst getriebenen mitteparteien der schweiz" auf, die eine allianz gegen svp und sp gründen wollen und sie nimmt eine aussage der schaffhauser sp-regierungsrätin hafner auf, die dafür plädiert, den bestmöglichen standort für ein atommüllendlager europaweit zu suchen und die suche nicht auf landesgrenzen zu beschränken. recht hat sie, wer möchte schon ein atommüllendlager in lichtenstein, nur, weil dieses banken-ländle strom aus atomkraftwerken konsumiert. weiter schreibt die sonntagszeitung, dass armee-minister und svp-bundesrat ueli maurer, ein gegner von schweizer armeeeinsätzen im ausland, der rechtsaussen-postille "weltwoche" steckte, dass swisscoy-soldaten im ausland in ihrer freizeit tatsächlich alkohol trinken und einige wenige sogar tatsächlich dort ein bordell aufsuchten. ein riesen skandal, findet die weltwoche. dem sonntagsblick ist selbstverständlich am wichtigsten, dass jener fussball-club, der am meisten millionen hat, um spieler einzukaufen, schweizer meister wurde. dazu erfährt man allerdings noch, dass das schweizer fernsehen eine magermodel-serie plant. "fashion days topmodels 2010" soll die knochengestell-sendung heissen. da wird magermodelmacher albert kriemler (akris) und magermodelmacherin ursula knecht (option) sicher kräftig mitsponsern, damit sie im sendegefäss auftritte zugeschanzt bekommen. die liberale nzz am sonntag schreibt über sehr hochstehende intellektuelle themen: u.a. über sex, gott und händchenhalten und sie weiss, was der "muotathaler wetterschmecker" für das jahr 2010 voraussieht.
den meisten sonntagsblättern ist der angeschlagene euro und das von spekulanten niedergeschlagene griechenland ein thema wert. da kursiert übrigens ein lustiger witz zum thema griechenland-krise:
vorankündigung:
kommende woche werde ich aus aktuellem anlass ein entlarvendes interview mit einerm der islam-konvertiten bringen. die person gab dem lupe-blog unverblümt und total offen und ehrlich auskunft, warum sie den schritt zum islam tat und diese medienpräsenz total geniesst.
die sonntagsmedien gaben für einmal nicht allzu viel her. während sonntag.ch (jene zeitung, die man nur in privilegierten städten abonnieren kann) vielleicht sogar wieder einen primeur landete (weiss es nicht, da ich nicht jeden sonntag zu einer tankstelle spazieren will), arbeiten die anderen die ereignisse der vorwoche auf. die sonntagszeitung greift noch einmal die "von der nackten angst getriebenen mitteparteien der schweiz" auf, die eine allianz gegen svp und sp gründen wollen und sie nimmt eine aussage der schaffhauser sp-regierungsrätin hafner auf, die dafür plädiert, den bestmöglichen standort für ein atommüllendlager europaweit zu suchen und die suche nicht auf landesgrenzen zu beschränken. recht hat sie, wer möchte schon ein atommüllendlager in lichtenstein, nur, weil dieses banken-ländle strom aus atomkraftwerken konsumiert. weiter schreibt die sonntagszeitung, dass armee-minister und svp-bundesrat ueli maurer, ein gegner von schweizer armeeeinsätzen im ausland, der rechtsaussen-postille "weltwoche" steckte, dass swisscoy-soldaten im ausland in ihrer freizeit tatsächlich alkohol trinken und einige wenige sogar tatsächlich dort ein bordell aufsuchten. ein riesen skandal, findet die weltwoche. dem sonntagsblick ist selbstverständlich am wichtigsten, dass jener fussball-club, der am meisten millionen hat, um spieler einzukaufen, schweizer meister wurde. dazu erfährt man allerdings noch, dass das schweizer fernsehen eine magermodel-serie plant. "fashion days topmodels 2010" soll die knochengestell-sendung heissen. da wird magermodelmacher albert kriemler (akris) und magermodelmacherin ursula knecht (option) sicher kräftig mitsponsern, damit sie im sendegefäss auftritte zugeschanzt bekommen. die liberale nzz am sonntag schreibt über sehr hochstehende intellektuelle themen: u.a. über sex, gott und händchenhalten und sie weiss, was der "muotathaler wetterschmecker" für das jahr 2010 voraussieht.
den meisten sonntagsblättern ist der angeschlagene euro und das von spekulanten niedergeschlagene griechenland ein thema wert. da kursiert übrigens ein lustiger witz zum thema griechenland-krise:
kommt ein grieche in eine bank und sagt: "ich hätte gerne ein giros-konto". sagt der banker: "tut mir leid, sowas ist bei uns nicht mehr ouso!"nicht fehlen darf in der sonntagspresse das sprechende leintuch (islam-konvertitin nora illi). sie und auch die anderen schweizer konvertiten genossen in den vergangenen wochen eine unbeschreiblich grosse medienpräsenz.
vorankündigung:
kommende woche werde ich aus aktuellem anlass ein entlarvendes interview mit einerm der islam-konvertiten bringen. die person gab dem lupe-blog unverblümt und total offen und ehrlich auskunft, warum sie den schritt zum islam tat und diese medienpräsenz total geniesst.
27.04.2010
Liebe Deutsche, warum habt ihr solch idiotische Zeitungsformate?
so, den kurzurlaub haben wir beendet. leider war nichts mit "asche schippen". wir blieben bereits im schwarzwald hängen. schöne landschaft, gutes essen, freundliche leute, super wetter, geniale kurtaxen-regelung (karte gilt als abo für bus und bahn in ganz bw), was will man mehr. ok, einen schlechteren kaffee hatte ich in der schweiz auch schon, weiss nur nicht mehr wo. zum thema:
deutsche zeitungsformate - unhandlicher geht es kaum
nun sagt mir aber, liebe deutsche, warum um alles in der welt habt ihr solch unsäglich dumme zeitungsformate? wo bitte soll man diese "tischdecken" lesen? im strassencafé? am frühstückstisch? hoffnungslos! es muss doch einen grund geben, warum sich solch unhandliche formate in deutschland im markt halten?!
ich weiss, ich bemängelte dies im blog bereits, bekam aber damals keine logische erklärung, warum dies so ist. wer weiss, vielleicht äussert sich diesmal ja sogar ein macher oder ein redaktor einer solchen zeitung.
ach ja, dann las ich in der aktuellen ausgabe der "welt am sonntag" noch, dass die erwähnte sonntagszeitung in london bei den "newspaper awards 2010" zur nr.1 gewählt wurde und fortan den titel "international newspaper of the year" tragen darf.
die geöffnete doppelseite der "welt am sonntag" ist übrigens rund 11cm höher und 16 cm breiter, als das vergleichbare schweizer exemplar "sonntagszeitung".
15.03.2010
Stimmt ab: Wie soll "News1.ch" neu heissen?
nachdem die finanziell stark angeschlagene nzz vom medienverbund, der zusammen das newsportal "news1.ch" betrieben hatte, abgesprungen ist, hat norbert neininger, der initiant des auftrittes, die letzten beiden online-redakteure auf die strasse gestellt und beschlossen, dass news1 nachrichten und beiträge nur noch automatisiert einstellt. (siehe link unten)
gleichzeitig sucht er via lupe-blog einen neuen namen für das nachrichten-portal. aus all den eingegangenen leser-vorschlägen habe ich 11 ausgewählt und euch in der rechten spalte zur abstimmung freigegeben. klickt auf euren favoriten.
..................
hintergrundinfos zur news1-entwicklung hier: Nachrichtenportal "News1" sucht neuen Namen (Wettbewerb)
gleichzeitig sucht er via lupe-blog einen neuen namen für das nachrichten-portal. aus all den eingegangenen leser-vorschlägen habe ich 11 ausgewählt und euch in der rechten spalte zur abstimmung freigegeben. klickt auf euren favoriten.
..................
hintergrundinfos zur news1-entwicklung hier: Nachrichtenportal "News1" sucht neuen Namen (Wettbewerb)
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