11.12.2011

Lieber Chefredaktor der Sonntagszeitung (offener Brief)


zeigefinger-chefredaktor spieler

lieber martin spieler     

schön, dass du seit jahren immer dasselbe foto von dir im editorial der sonntagszeitung veröffentlichst und hoffentlich auch über die nächsten jahre hinweg noch tun wirst.  denn dieses portrait von dir wiederspiegelt auf eindrückliche art und weise die schweizerische exekutivpolitik: der fehlende unterkörper zeigt uns die lendenlahme bundesratspolitik auf. der halbgestreckte zeigefinger symbolisiert den zaudernden bundesrat, wenn es darum geht, missstände klar zu bezeichnen. die halb-verschränkten arme wiederspiegeln die untätigkeit der landesregierung in vielen fragen. der geschlossene mund illustriert das kollegialitätsprinzip, hinter dem sich bundesräte gerne verstecken. foto bitte nicht auswechseln. allenfalls könnte dein hofgrafiker haarfarbe und faltenwurf im gesicht alle paar jahre anpassen. das zeigefingerfoto wird sich auch für dich positiv auswirken. du wirst uns, wie anno dazumal 10vor10-ler walter eggenberger, als zeigefinger-chefredaktor noch lange in erinnerung bleiben. für eine spätere mediencoach-karriere nur von vorteil


viele grüsse

lupo lupe

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rund um medien:
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Kommentare:

mariesuisse hat gesagt…

Weshalb grinst Herr Chefredaktor eigentlich immer, und so suffisant, als wäre er Gewinner?

Lupe, der Satire-Blog hat gesagt…

damit symbolisiert er das aufgesetzte lächeln, mit dem uns z.b. frau cvp-bündesrätin-leuthard immer zu beschwichtigen versucht. bei schneider ammann sieht das lächeln weniger locker aus.

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