der blick in die sonntagsmedien
die sonntagsmedien gaben für einmal nicht allzu viel her. während
sonntag.ch (jene zeitung, die man nur in privilegierten städten abonnieren kann) vielleicht sogar wieder einen primeur landete (weiss es nicht, da ich nicht jeden sonntag zu einer tankstelle spazieren will), arbeiten die anderen die ereignisse der vorwoche auf. die
sonntagszeitung greift noch einmal die "von der nackten angst getriebenen mitteparteien der schweiz" auf, die eine
allianz gegen svp und sp gründen wollen und sie nimmt eine aussage der schaffhauser sp-regierungsrätin hafner auf, die dafür plädiert, den
bestmöglichen standort für ein atommüllendlager europaweit zu suchen und die suche nicht auf landesgrenzen zu beschränken. recht hat sie, wer möchte schon ein atommüllendlager in lichtenstein, nur, weil dieses banken-ländle strom aus atomkraftwerken konsumiert. weiter schreibt die sonntagszeitung, dass armee-minister und svp-bundesrat ueli maurer, ein gegner von schweizer armeeeinsätzen im ausland, der rechtsaussen-postille "weltwoche" steckte, dass swisscoy-soldaten im ausland in ihrer freizeit tatsächlich alkohol trinken und einige wenige sogar tatsächlich dort ein bordell aufsuchten. ein riesen skandal, findet die weltwoche. dem
sonntagsblick ist selbstverständlich am wichtigsten, dass jener
fussball-club, der am meisten millionen hat, um spieler einzukaufen, schweizer meister wurde. dazu erfährt man allerdings noch, dass das schweizer fernsehen eine magermodel-serie plant. "fashion days topmodels 2010" soll die knochengestell-sendung heissen. da wird
magermodelmacher albert kriemler (akris) und
magermodelmacherin ursula knecht (option) sicher kräftig mitsponsern, damit sie im sendegefäss auftritte zugeschanzt bekommen. die liberale
nzz am sonntag schreibt über sehr hochstehende intellektuelle themen: u.a. über
sex, gott und händchenhalten und sie weiss, was der "muotathaler wetterschmecker" für das jahr 2010 voraussieht.
den meisten sonntagsblättern ist der angeschlagene euro und das von spekulanten niedergeschlagene griechenland ein thema wert. da kursiert übrigens ein lustiger witz zum thema griechenland-krise:
kommt ein grieche in eine bank und sagt: "ich hätte gerne ein giros-konto". sagt der banker: "tut mir leid, sowas ist bei uns nicht mehr ouso!"
nicht fehlen darf in der sonntagspresse
das sprechende leintuch (islam-konvertitin nora illi). sie und auch die anderen schweizer konvertiten genossen in den vergangenen wochen eine unbeschreiblich grosse medienpräsenz.
vorankündigung:
kommende woche werde ich aus aktuellem anlass ein entlarvendes interview mit einerm der islam-konvertiten bringen. die person gab dem lupe-blog unverblümt und total offen und ehrlich auskunft, warum sie den schritt zum islam tat und diese medienpräsenz total geniesst.