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27.06.2011

Schaffhausen schützt Schwarzarbeit


skandal: der nördlichste kanton der schweiz ergriff 2010 gezielt massnahmen gegen die bekämpfung der schwarzarbeit und gibt dies im verwaltungsbericht auch noch zu. 

interessanter untertitel auf seite a82 im verwaltungsbericht 2010 des kantons schaffhausen. da hat doch  schaffhausen letztes jahr tatsächlich "massnahmen gegen die bekämpfung der schwarzarbeit" durchgeführt:


hätte der zuständige regierungsrat den verschreiber während der sitzung nicht erwähnt, es wäre wohl kaum jemandem aufgefallen. böse zungen behaupteten, dank diesem freudschen verschreiber wisse man nun, warum nicht mehr fälle von schwarzarbeit aufgedeckt wurden.
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rund um tipp- und andere schreibfehler:
deutsche Sprach - schwere Sprach

08.04.2010

Höherer Lohn nur für Gewerkschafter

von erfolgreichen lohnverhandlungen sollen in zukunft vorallem mitglieder der gewerkschaften profitieren. damit wollen die arbeitnehmervertreter den mitgliederschwund stoppen.

die dienstleistergewerkschaft "verdi" geht neue wege. fortan sollen nur noch mitglieder der gewerkschaften von erfolgreichen lohnverhandlungen profitieren. nichtmitglieder, also trittbrettfahrer in den betroffenen unternehmen, müssen mit einbussen rechnen. für die dienstleistungsgewerkschaft verdi ist dies eine "strategie", den abwärtstrend bei den mitgliederzahlen zu stoppen.

aktuellstes beispiel: die verhandlungen ende märz zwischen verdi und der damp holding. verdi erreichte, dass es für alle beschäftigten einen lohn- und gehaltszuwachs von drei prozent in zwei schritten gab. wer nicht mitglied der gewerkschaft ist, muss den zuwachs mit kräftigen einbußen von 550 euro beim weihnachtsgeld "bezahlen".

alles kein problem, meint der tarifkoordinator bei verdi-nord, ralf schwittei gegenüber den medien. er könne nichts anrüchiges an solchen vereinbarungen finden und gibt die neue strategie seiner gewerkschaft offen zu.

lupe meint: die versuche vieler gewerkschaften, via erfolge mehr mitglieder zu gewinnen, stossen bei vielen trittbrettfahrern auf taube ohren. es ist bequemer und billiger, nicht dabei zu sein, aber trotzdem von tarifverhandlungen zu profitieren. der versuch von verdi ist darum ein interessanter ansatz. persönlicher profit ist allerdings nur ein grund für eine mitgliedschaft. die gewerkschaften sollten bei dieser gelegenheit auch gleich ihr beitragsreglement und die ausgaben für gewerkschaftsspitze und verwaltung überarbeiten. und dann wären da noch die schwarzen schafe unter den langjährigen gewerkschaftsfunktionären, denen es in ihrem amt schon zu wohl ist. auch gegen untätige sesselkleber in den chefetagen der gewerkschaften sollten darum strategien entwickelt werden.
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zum thema:
Weniger Lohn für Nichtgewerkschafter (shz.de)

03.04.2010

Stundenlohn 2 Mio - der Abzocker des Jahrhunderts (update)

david tepper, 4 mia bonus, 2 mio pro arbeitsstunde

welche berufssparten sind beim abzocken immer zuvorderst und sahnen, ohne mit der wimper zu zucken und ohne jegliche hemmungen am schlimmsten ab: investmentbanker und hedgefonds-manager. einen solchen hat der abzocker-watch-blog zurecht zum abzocker der woche gemacht. vermutlich wird er gar zum abzocker des jahrhunderts. david tepper hat punkto abzocken den vogel abgeschossen, indem er dank der finanzkrise 4 mia bonus eingestrichen hat. ich habe mir mal die mühe gemacht, auszurechnen, was dieser "kaiser der abzocker" pro monat, pro stunde, pro minute 2009 verdient hat:

david tepper verdiente 2009
  • 4 mia im jahr
  • 333 mio monatslohn
  • 83 mio pro woche
  • 16.6 mio pro arbeitstag (5-tagewoche)
  • 2 mio pro arbeitsstunde (8 stundentag ist in amerika gesetz)
  • 34'7000 pro minute
  • 578 pro sekunde
sucht tepper für fünf minuten das klo auf, so kostet dies das unternehmen 174'000 dollar.

investmentbanker, hedgefonds-manager und verwaltungsräte, die solche boni-konstrukte absegnen, sollte man für ein halbes jahr in umerziehungslager nach guantanamo schicken (zwangskurse in ethik und moral).
danach müssten sie noch für ein jahr ohne zugriff auf ihr vermögen, ohne ihr banker-einkommen, ohne millionenvilla (wohnend in einer sanierungsbedürftigen ehemaligen ddr-siedlung), mit einem hartz 4 job durchkommen.

update: 4.3.2010: wie ich soeben beim abzocker-watch-blog sehe, sackten die 25 bestverdienenden hedgefonds-manager 2009 insgesamt 25 mia dollar ein, trotz oder gerade wegen der finanzkrise. was soll man da noch sagen?
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mehr dazu via: welt-online

29.03.2010

Neuer Beruf: Postbriefkasten-Leerer

die schweizer post zeigt sich von der innovativen seite. sie macht nicht nur 728 mio gewinn oder baut massiv poststellen ab, sie schafft indirekt auch ganz neue berufe: den "postbriefkasten-leerer".  wie seit einiger zeit zu beobachten ist, werden die gelben postbriefkästen nicht mehr durch pöstler geleert. da kommen turnschuh-behaftete personen in simpler strassenkleidung und leeren die sendungen in ihre adidas-sporttaschen. der veridenst dieser briefkastenleerer liegt im bereich einer putzfrau.

was ist geschehen? die post lagerte das leeren der postkästen an private firmen aus. diese stellen zu tiefstlöhnen taglöhner als sogenannte postbriefkasten-leerer ein.