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16.11.2010

Staatsrat lässt mit Tipp-Ex Sex bekämpfen

dass internetseiten wie feelok.ch oder lilli.ch, mysize.ch jugendlichen tipps rund ums sexualleben geben, passt dem walliser staatsrat claude roch nicht. diese link-verweise befinden sich im oberstufenlehrmittel "schritte ins leben". anstössig, zu detailiert, unpassend für oberstufenschüler, findet der exekutivpolitiker. wie der "beobachter" schreibt, erteilte roch den lehrern die weisung, all jene link-stellen mit tipp-ex oder anderen soliden klebematerialien unkenntlich zu machen.

aus dem "beobachter" printausgabe
mehr erotik und so: 
Junge Union fördert die interne Fortpflanzung mit Webauftritten
Meiner ist grösser (Bilder)

18.05.2010

Reformturbos fuhren das Bildungssystem an die Wand

nichts geht mehr im schweizer bildungsbereich. hastig eingeführte reformen, hinter denen oft nicht einmal die praktiker standen, werden an den urnen gestoppt (harmos, kantonale schulreformen, schulleitungen) oder es werden von behördenseite die rahmenbedingungen von reformen plötzlich verschlechtert (integrativer unterricht, fremdsprachenunterricht). neue schulreformen haben kaum noch eine chance, mehrheiten zu finden. die bildungsentwicklung steht still.
verursacht haben das ganze schlamassel in den letzten 10 jahren die reformturbos in den erziehungsdepartementen mit freundlicher unterstützung der ebenfalls von den erziehungsdirektorien angestellten bildungswissenschafter oder hirnforscher. politisch getragen wurden sie vor allem von einer "leistungs-orientierten" fdp und der oft zu intellektuell urteilenden, reformfreudigen sp. die cvp schwamm irgendwo mit und die svp verschlief bis vor kurzem die ganze reformitis. 

am besten zusammengefasst hat das ganze schlamassel vor zwei jahren ein beitrag im blog des web-kommentators, den ich hier mit freundlicher genehmigung des autors unverändert abdrucke:     

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Stoppt die Bildungsturbos
(beitrag vom 5. mai 2008, aus dem inzwischen eingestellten blog web-kommentator)

Grossbaustelle Bildung

Nie in der gesamten Entwicklung unseres Bildungswesens hat es mehr Reformen, mehr Änderungen, mehr Neuerungen gleichzeitig gegeben, als heute. Unter der Flagge der ganzen Pisa-Hysterie wird Reform an Reform gereiht, Neuerung um Neuerung eingeführt, kein Stein bleibt auf dem anderen. Neuerungen, die noch vor Kurzem mit viel Trara eingeführt wurden, werden bereits wieder über den Haufen geworfen. Die Hektik des Gameboy-Zeitalters hat auf die Schule durchgeschlagen. Am Beispiel des Schweizer Schulsystems lässt sich aufzeigen, dass die Bildungslandschaft in den letzten Jahren zu einer wahren Grossbaustelle geworden ist..

Bauprojekte der letzten Jahre 
(regional unterschiedlich):

  • Prüfungsfreier Übertritt in die nächsthöhere Schulstufe
  • Schülerqualifikations-System
  • Lohnwirksame Lehrerqualifikation
  • Frühfranzösisch
  • Frühmusikalische Erziehung
  • neue Lehrpläne
  • Fachlehrersystem an der Grundschule
  • Tagesschulen
  • Seniorenprojekte
  • Elternmitarbeit
  • Blockzeiten
Keines der Projekte wurde bislang seriös ausgewertet und evaluiert! Die nächsten Baustellen werden bereits in Angriff genommen:
  • Sprachenportfolio
  • Immersionsunterricht
  • Frühenglisch
  • Geleitete Schulen
  • Integrative Schulform
  • Neue Schulstrukturen in den Kantonen
  • Basisstufe (anstelle des Kindergartens: Kombistufe)
  • Harmos (gleiche Bildungsstandards für alle Regionen)
Betrachtet man die Stofffülle, die heute vermittelt werden muss, so ergibt sich ein ähnliches Bild. Immer mehr Lerninhalte kommen neu dazu oder werden von oben nach unten verlagert, resp. früher unterrichtet. Vergleiche ich mit meiner Grundschulzeit, so hatte ich in den ersten fünf Jahren noch keine:
  • Geometrie
  • Mengenlehre
  • Informatik
  • Frühmusikalische Erziehung
  • Frühenglisch
  • Frühfranzösisch
  • Interkulturelle Erziehung
  • dazu kamen viele neue Lerninhalte in den bisherigen Fächern
Immer mehr kam dazu, nichts wurde abgebaut.
Einerseits fand ein immenser Ausbau des zu vermittelnden Stoffes statt. Doch wo wurde abgebaut? Wo entschlackt? Die Antwort ist einfach: Praktisch nichts! Die Folge: Immer mehr Lehrmeister beklagen sich, dass die Schüler zwar von allem ein wenig, aber nichts mehr richtig können. Quantität statt Qualität. Die Zeit, grundsolide Fundamente für das spätere Berufsleben zu erstellen, die wichtigsten Lernziele, wie zum Beispiel das Beherrschen der deutschen Sprache zu vertiefen, bleibt kaum.


Übertriebenes Leistungsdenken

Neuster Gag, diesmal aus Kreisen der Schweizer Wirtschaft:
Studiengebühren an Leistungen anpassen. Wer sehr gute Leistungen erbringt, der soll keine Studiengebühren mehr bezahlen, dumme Schüler dafür bis zu 10'000 Schweizer Franken pro Jahr. Eine erste Auswirkung der stetig gesteigerten Leistungsanforderungen an der Grundschule sind die gestiegenen Ausgaben für Sonderbetreuung, für Stütz- oder Fördermassnahmen. Die Zahl der Klein- oder Förderklässler schnellte in den letzten 10 Jahren massiv in die Höhe. Burnoutsymptome sind auch unter den Schülern vermehrt spürbar.

Was bringt uns diese Entwicklung?

In einigen Jahren wird man feststellen, dass die Bildungsturbos der heutigen Zeit im Schulbereich wesentlich mehr Schaden angerichtet haben, als sie Verbesserungen erwirkten. In diesem Sinne muss das Motte lauten: Bremst die Bildungsturbos und findet zurück zum vertieften Lehren und Lernen. Evaluiert den Status Quo einmal richtig und wertet die laufenden Schulversuche zuerst seriös aus, bevor ihr neue startet. Und lasst die Kinder wieder Kinder sein. Erwachsen werden sie noch früh genug.

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bleibt von meiner seite her nur noch anzufügen, dass die reformitis im schulbereich in den letzten zwei jahren (seit erscheinen des obigen artikels) weiter voranschritt. nebst neuen reformen werden ganze schulen  zertifiziert oder evaluiert. die entwicklungsschritte der schüler müssen mit  tausenden von kreuzchen über jahre hinweg festgehalten, respektive fichiert werden. zum beispiel mittels europäischem sprachenportfolio. und ich erwähnte es eingangs bereits, die rahmenbedingungen für schulversuche werden im nachhinein plötzlich aus kostengründen wieder verschlechtert (klassengrössen, weniger teamteaching-stunden etc).    
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lesenswert der beitrag zur bildungskrise im magazin des tagesanzeigers von letztem samstag (ist leider nun nicht mehr frei zugänglich):
"In der Falle -Wie die Schule von Reformwahn und Bildungsbürokratie erdrückt wird"

14.04.2009

Wenn intellektuelle Bildungsturbos im stillen Kämmerlein tüfteln

für einmal lieferte mir ein aufmacher der weltwoche stoff für einen satire-freien beitrag. es ging um kritik an der ungebremsten reformitis im bildungsbereich. bis auf die fehlende ausgewogenheit (es kamen nur kritiker der bildungsreformen zu wort), fand ich den artikel sehr gut und würde sogar viele kernaussagen des artikels unterschreiben: Revolte der Realisten (weltwoche)

seit den 90er jahren versucht man im bildungsbereich mit aller kraft verpasstes nachzuholen. sicher richtig. nur sollte dies auf eine seriöse art und weise passieren. doch hastig reihen intellektuelle bildungspolitiker und erziehungsdirektoren reform an reform. der amtsinhaber in den erziehungsdirektionen versucht jeweils seinen vorgänger noch zu überbieten. was ed-chef buschor in zürich konnte, kann schliesslich eine regina aeppli schon lange. bildungsreform reiht sich an bildungsreform, in einem tempo, so dass einem schwindlig wird. bedenklich an der ganzen sache: ausgetüftelt wurden diese reformen fast ohne ausnahme von theoretikern oder bestenfalls ehemaligen lehrkräften, die vor jahren ihren job aufgaben. die leute an der basis, die praktiker, stehen lange nicht mehr hinter allen reformen, weil sie die gefahren derjenigen erkennen.
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noch mehr zum nachdenken anregen sollte die tatsache, dass reform an reform gereiht wird, bevor die alte seriös ausgewertet worden ist. aufgelistet hat einen grossteil der reformen der letzten jahre vor einem jahr bereits der "web-kommentator" in einem lesenswerten, ausführlichen beitrag zur reformitis im bildungssystem . er rät den verantworltichen dringend: "evaluiert den status quo einmal richtig und wertet die laufenden schulversuche zuerst seriös aus, bevor ihr neue startet." recht hat er.

im schlepptau der pisa-studien wird gar vieles hastig über den haufen geworfen, umgestülpt und urplötzlich sind die kopflastigen fächer wieder im aufwind. sprachen, frühsprachen, ja am liebsten sogar den zeichnungs- und werkunterricht in einer fremdsprache erteilen, dies das ziel der sprachwissenschaftler. zum glück werden die turbos hie und da wieder an der urne gebremst. leider kommen dann, nebst den unrealistischen reformen, auch die sinnvollen unter die räder.

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zum thema reformen im schulbereich:
Revolte der Realisten (weltwoche, april 09)
mehr zum thema bildung:

25.02.2009

Lehrplan 21 sucht Projekt-Technokraten

noch laufen vernehmlassungen zum neuen "lehrplan 21" in verschiedenen kantonen. in kürze soll dieser umfassend an den schweizer schulen eingeführt werden. nun sucht die edk (erziehungsdirektoren-konferenz) für die umsetzung dieses lehrplanes einen projektleiter für die deutschsprachigen kantone. welche anforderungen setzen wohl die erziehungsdirektoren für diese hochsensible aufgabe voraus? man erinnere sich: etliche schulprojekte, reformen oder neue schulgesetze, an bildungsdepartementstischen von theoretikern oder politikern entworfen, wurden in letzter zeit in den kantonen bachab geschickt. wäre es also nicht sinnvoll, wenn ein unterrichtserfahrener oder zumindest pädagogisch, didaktisch geschulter projektleiter eingesetzt würde? einer mit praxiserfahrung? was setzt die edk voraus? klickt auf das inserat und lest den gelb markierten text.


projektmanagement, hochschulbildung, führungserfahrung, kommunikation, etc. werden vorausgesetzt. allerdings keine einzige bildungsrelevante eigenschaft. allenfalls sind noch "kenntnisse der arbeit der bildungspolitik" hilfreich.

fazit: ein theoretiker in der führungsetage des erziehungsbereiches mehr.
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mehr über bildung:
Der Beruf des Ballonfliegers (Satire über Erziehungsdirektoren)
Elitebiotop für Vierjährige in Zürich
Richling zum Thema Bildung
Ausländer raus aus PISA!
1984 hält Einzug im Bildungswesen
Multimediales Spicken 2.0 (Karikatur und Video)

17.02.2009

Der Beruf des Ballonfliegers (Satire über Erziehungsdirektoren)

im schweizer bildungsbereich reiht sich reform an reform, baustelle an baustelle. wie schrieb der web-kommentator vor einiger zeit so schön: "keines der projekte wurde bislang seriös ausgewertet und evaluiert! Die nächsten baustellen werden bereits in angriff genommen". da passt doch folgende geschichte wunderbar dazu:
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ein mann in einem heissluftballon hat sich verirrt. er sinkt tiefer und fragt unten eine frau: "entschuldigung, ich habe einem freund versprochen, ihn in einer stunde zu treffen und jetzt weiss ich nicht, wo ich bin."

die frau antwortet: "sie sind in einem heissluftballon, etwa 10 meter über boden, sie befinden sich zwischen dem 47. und 48. grad nördlicher breite und zwischen dem 8. und 9. grad östlicher länge."

"sie müssen lehrerin sein", sagt der ballonfahrer.

"stimmt", antwortet die frau. "woher wissen sie dies?"

"alles was sie mir sagten, ist korrekt", meint der mann. "aber man kann nichts mit der information anfangen, ich weiss immer noch nicht, wo ich bin und sie haben eigentlich nur meine reise verzögert."

"und sie müssen in der bildungs- oder erziehungsdirektion arbeiten", erwidert die frau.

"richtig", antwortet der ballonfahrer, "aber woher wissen sie das?"

"ganz einfach", sagt die frau. "sie wissen weder wo sie sind, noch wohin sie fahren. sie sind auf grund einer menge heisser luft in ihre jetzige position gekommen. sie haben ein versprechen abgegeben, das sie nicht halten können und erwarten von den leuten unter ihnen, dass sie ihre probleme lösen. tatsache ist, dass sie in der genau gleichen lage sind, wie vor unserem treffen, nur soll ich jetzt daran schuld sein."
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mehr über bildung:
Ausländer raus aus PISA!
Genmais macht rechtsradikal und dick (Studie)
Muslim-Kinder müssen wegen Bankenkrise baden gehen
Nach den Kampfhunden die Kampfeltern
1984 hält Einzug im Bildungswesen
Richling zum Thema Bildung

25.11.2008

Ausländer raus aus PISA!

die npd macht mobil. seit der neusten pisa-studie, die zeigte, dass die deutschen stadtstaaten bremen und hamburg, die über einen hohen ausländeranteil verfügen, deutlich schlechter abschnitten, als die freistaaten sachsen und bayern, hat die npd genug. ausländer seien nicht nur kriminell, faul und asozial, sie würden auch noch die deutschen pisa-studien verfälschen. schon sind die ersten npd-plakate gedruckt. lupe wurde eine vorabversion eines flyers per email zugespielt:
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"ausländer raus aus pisa - studien nur für deutsche"
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wie zu vernehmen war, zeigen die landesregierungen der länder hamburg und bremen verständnis für das anliegen und bieten der npd hand für einen kompromiss. man sei bereit einen pisa-test nur mit npd-mitgliedern durchzuführen. so könne endlich festgestellt werden, wie der druchschnitt der reinrassigen deutschen im pisa-test abschliesse. momentan warte man noch auf die antwort der npd-verantwortlichen auf das angebot.
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zum thema rechtsradikalismus:
Genmais macht rechtsradikal und dick (Studie)
Video: Anti-NPD-Song (Sag Nein!)
Helfen wir den armen Nazis (Video)
Video: "Führer, Nazi, Rassist, Gas" (eine ganz normale Polizeikontrolle)
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idee für diesen beitrag: via world of soeren

26.10.2008

Muslim-Kinder müssen wegen Bankenkrise baden gehen

wir haben die hintergründe des bundesgerichtsurteiles, das bewirkt, dass auch muslim-kinder den schulischen schwimmunterricht obligatorisch besuchen müssen, entschlüsselt. es darf keine präzedenzfälle geben. gleicher zwang für alle - oder für keinen:
. .hintergrund:
Bundesgericht: Auch muslimische Kinder müssen in den Schwimmunterricht
auch flugzeuge gehen baden:
Flugzeugpannen (grosse Bilderserie)
über die bildung:
SVP-Bildungstagung: Vorwärts in die Vergangenheit
Nach den Kampfhunden die Kampfeltern
.......................
karikatur: schaad, tagesanzeiger sa 25.10.08

23.08.2008

SVP-Bildungstagung: Vorwärts in die Vergangenheit

satirefrei, aber mit ironie und zynismus gespickt
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wie der letzte schnee kommt kommt aktuell die schweizerische svp daher und will die bildungspolitik "neu" gestalten. heute diskutiert sie in sursee die bildungspolitik der grundschule.

besprochen wird - so heisst es intern - ein thesenpapier ihrer majestät, königin silvia blocher (gattin des ex-bundesrates, der es gerne noch einmal werden würde, weil seine frau die erste bundesrats-phase so genoss).

kurios: die volks-abstimmungen in verschiedenen kantonen über zwei fremdsprachen (nebst deutsch) in der primarschule hat die svp völlig verschlafen, ebenso die abstimmungen in kantonsparlamenten bezüglich "harmos", dem projekt, in dem es um die harmonisierung der bildungslandschaft in den kantonen geht.

nun wollen sie subito die schweiz der zwanzigerjahre zurück in die schulstuben bringen: keine harmonisierung unter den kantonen, wiedereinführung klarer noten, das klassenlehrersystem (ein lehrer pro klasse), mehr disziplin, mehr disziplinarische instrumente für den lehrer (vermutlich ohrfeigen und co), keine tagesschulen oder tagesstrukturen, mehr leistung, weniger larifari.

in vielem mag die svp recht haben. die erziehungs-und bildungslandschaft ist eine reine baustelle. versuche über versuche, keine seriöse auswertungen. der web-kommentator hat das bildungsdilemma trefflich zusammengefasst . gehe mit ihm völlig einig. (übrigens schade, scheint der eine künstlerische pause eingeschaltet zu haben). im grundsatz gebe ich den reformern recht: die zeiten haben sich geändert, das altertümliche svp-rollenbild (mutter am herd, vater arbeitet, dazu ein paar kinder) entspricht nicht mehr der realität. diesen neuen familien-strukturen muss sich die schule anpassen, ob sie will oder nicht. allerdings sollte man neue systeme genau analysieren, den ist-zustand aufnehmen, die versuchsphase auswerten und erst dann entscheiden. wichtig auch, dass nicht nur die intellektuelle elite über die zukunft der bildung schweiz entscheidet.

bin gespannt, ob die turbo-bildungs-reformerin der edk (erziehungs-direktoren-konferenz), svp-regierungsrätin rosmarie widmer-gysel aus schaffhausen, in sursee auch auftritt, oder ob sie redeverbot bekommen hat. widmer-gysel ist explizit für tagesschulen, für harmos, für integrativen unterricht, für fremdsprachen usw. sie hat übrigens damals eveline widmer-schlumpf für ihre wahl in den bundesrat (was zur abwahl von parteikollege blocher führte) gratuliert und ihr viel kraft und energie für die zukunft gewünscht.

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zum thema:
SVP fordert konservative Wende (20min, 23.8.08)
Nach den Kampfhunden die Kampfeltern
Bremst die hyperaktiven Bildungsturbos (web-kommentator)
1984 hält Einzug im Bildungswesen
Multimediales Spicken 2.0 (Karikatur und Video)