28.05.2009

Politiker kuschten vor UBS-Lobby

bürgerliche politiker machten gestern einen bückling vor ihren parteispendern aus der ubs // die grossbank credit suisse stellt us-studienabgänger zu hohen jahressalären an, ohne dass die bank für jene bereits einen job hätte // keine spur von ethik und moral in der banken- und finanzwelt.
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soll man im ständerat bereits einen entscheid über eine begrenzung der gehälter der grossbank fällen? soll man eine obergrenze der löhne von bankern festlegen? dies, weil man als staat die grossbank bereits mit milliarden unterstützte. der steuerzahler also die löhne der banker mitfinanzierte?
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nein! entschied die bürgerliche mehrheit im ständerat. wir vertagen, wir spielen auf zeit, in der hoffnung, die ganze sache löst sich dann von selbst oder verläuft im sand. bis zur "hauptverhandlung" werden die ubs-ler wieder in den wandelhallen lobbying betreiben und den bürgerlichen einheizen, dass ohne diese möglichkeit der freien lohngestaltung erst recht keine parteispenden mehr an svp, fdp und cvp bezahlt werden.
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kuschten die bürgerlichen politiker in den letzten jahren konsequent und immer wiederkehrend, vor der pharmalobby, liess man denen die exorbitanten preise für medikamente, was dieses jahr einen anstieg der krankenkassenprämien um bis zu 20% zur folge hat, so macht man einmal mehr den bückling, den kniefall, vor den eigenen brötchengebern aus der bankenwelt. zu erinnerung: fdp, cvp und svp erhielten jährlich sechsstellige beträge von ubs und cs.
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die löhne in den banken steigen inzwischen munter wieder an. versagerbanker erhalten neue jobs. nicht nur bei der vom staat unterstützten ubs würden die verantwortlichen gerne höhere löhne zahlen. auch die cs kleckert mit unnatürlich hohen löhnen. in den usa z.b. wirbt die grossbank im grossen stile wirtschafts-studenten an. die cs hat noch keine jobs für sie, zahlt ihnen aber bereits sehr hohe jahressaläre, ohne dass die studienabgänger in den nächsten monaten auch nur einen finger für die cs krümmen müssen. auch cs-intern wird mit undemokratischen hauruck-methoden umstrukturiert.
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einsicht, ethik, moral oder menschlichkeit scheinen in der bankenwelt auch nach einer finanzkrise kaum einzug zu finden.

Kommentare:

antoine hat gesagt…

Keine Bange, das System läuft sich von selber zu Tode. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der letzte aktive Stimmbürger im Altersheim stirbt.
Wenn es soweit ist braucht es keine staatlichen Parteienfinanzierung mehr, den niemand geht mehr wählen.
Ich kann Dich mit der Feststellung trösten, das Rom nicht an einem Tag untergegangen ist. Selbst ein anständiger Untergang braucht seine Zeit.

Lupe hat gesagt…

dummerweise scheinen die kapitalisten-archen, sprich banken, untergangs-resistent zu sein.

uns sollte mal so eine globalisierte fehlplanung wirklich vor dem untergang stehen, so wird sie vom staat (also uns steuerzahlern) gerettet.

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