auf internen webseiten und in der "deutschen stimme" geben die neonazis ihren npd-mitgliedern und anhängern tipps und tricks zur unterwanderung sozialer netzwerke.
typische npd-familie: glatzkopf, frauchen und blondschöpfe (screenshot "deutsche stimme")
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offiziell könne man nicht als npd-mitglied bei studivz, meinvz, wer-kennt-wen, jappy und anderen communities mittun, aber "im folgenden sollen anhand eigener erfahrungen des verfassers möglichkeiten beschrieben werden, wie dies umgangen, unser streben und wollen aber dennoch transportiert werden kann." so mache es sinn, in den netzwerken den braven, netten brüger zu markieren und mit möglichst viel humor social-freunde zu gewinnen. denn "humor ist in dieser welt, auf diesen plattformen, mit am wichtigsten".die kernpunkte des npd-leitfadens im einzelnen (veröffentlicht via "deutsche stimme"):
- Der erste Schritt ist das Anlegen eines interessanten, detailreichen und sympathischen Profils, nachdem ihr euch angemeldet habt.
- Anonyme Nationalisten und in gesellschaftlicher Selbstisolation verharrende Kameraden werden hier nicht benötigt. Das Profil sollte möglichst einen offenen Menschen beschreiben, einen Menschen mit Humor, Beruf, Hobbys, ernstzunehmenden Interessen, Literatur- und Musikgeschmack.
- Ihr solltet schon einiges über euch verraten. Nur das bindet andere an euer Profil, schafft Sympathien, bringt einen ins Gespräch, lädt zum Lachen oder Nachdenken ein. Humor ist in dieser virtuellen Welt, auf diesen sozialen Plattformen, mit am wichtigsten.
- Bei der Beschreibung von Eigenschaften, Hobbys und Interessen sollte also nicht bissig, klischeehaft oder wortkarg vorgegangen werden. Auch Fotoalben von Feiern, Freizeitaktivitäten, Haustieren und Familie sollten hochgeladen werden. Bedenkt, daß die Leute von heute etwas sehen wollen.
- Im ‚VZ‘ wird gegruschelt, was in der virtuellen Welt nichts anderes ist als das ‚Hallo‘ oder Zwinkern im realen Leben. Es gibt auch Möglichkeiten für den Live-Chat.
- Auf jeden Fall solltet ihr alle entstandenen Kontakte sorgsam pflegen, Nachrichten beantworten und diese Kontakte immer weiter ausbauen – soweit bis aus unorganisierten Freunden im Portal auch Interessenten, DS-Abonnenten und Parteimitglieder werden.
- Werdet beispielsweise Mitglied in Gruppen wie ‚Arno Breker – Prophet der Schönheit‘, ‚Deutschland verblödet‘, ‚Drogen machen dumm!‘, ‚Deutsche Bundeswehr kämpft für fremde Interessen! Wir sagen NEIN!!!‘ oder ‚Scheiß Deutschland? – Warum lebst du dann hier?‘ und tut dann eure Meinung kund, die wiederum andere anspricht und so wiederum Kontakte schafft. Für eure Stadt oder Region gibt es immer auch viele Gruppen, etwa ‚Kirmes Oberammergau‘, ‚Stadtfest Berlin‘ und ähnliches.
- Im VZ könnt Ihr bspw. auch nach politischen Gesinnungen wie rechts oder konservativ suchen und findet so Leute aus Eurer Region (oder wenn gewünscht auch aus anderen Regionen), die so oder so ähnlich denken wie Ihr.
- ... darf man nicht so offen unter NPD agieren, kann jedoch dennoch seine Ziele und Absichten darstellen. Unter den Profilangaben, an Kommentaren zu den Fotos anderer, anhand der Fotoalben oder den Einträgen auf der Pinwand anderer kann man sehr gut erkennen lassen, welch Geistes Kind man ist. Wichtig sind aber auch hier politische Botschaften und nicht Primitivitäten.
- Viele geben ihre politische Einstellung jedoch auch nicht preis oder verstecken diese hinter Begriffen wie »kronloyal«. Daher solltet Ihr Euch nicht auf eindeutig identifizierbare Profile beschränken
- Also raus aus den Hinterzimmern, raus auf die Straße, aber auch rein in die neuen sozialen Netzwerke des Internet.
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ebenfalls darüber berichtet hat der anti-npd-blog npd-blog.info
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nachtrag 10.4.2010,
- 10:00 uhr, nun will die npd auch die kindergärten unterwandern: http://bit.ly/aS3F5x. es gäbe verschiedene betätigungsfelder für die npd: zu möglichen orten dieser tätigkeit würden vorschulische erziehung ebenso gehören wie die kinder- und jugendarbeit. „ein breites berufsfeld“, stellt npd-schirmacher fest, „was noch allzu oft ungenutzt von uns nationalen bleibt.“
- 11:30 uhr, die lübecker nachrichten haben bereits erste verdächtige profile bei facebook und co gefunden

