16.01.2011

Ja zur Verbannung von Armee-Waffen aus dem Kleiderschrank (Waffeninitiative)

unglaublich aber wahr: bis heute darf jeder schweizer soldat seine armee-pistole oder sein armee-sturmgewehr zuhause unter dem bett oder im kleiderschrank lagern, solange er will, solange er lebt, auch wenn seine dienstpflicht schon lange abgelaufen ist:
Armee-Pistole SIG P220, oft in Schubladen gelagert

Sturmgewehr 90, in Kleiderschränken aufbewahrt
seit kurzem darf zuhause wenigstens keine munition mehr gelagert werden. da jährlich in der schweiz 300 schusswaffen-tote zu verzeichnen sind und ein drittel der selbstmörder ihren entschluss mit einer armeewaffe durchführten, wurde eine volksinitiative gestartet, die die armeewaffe aus dem kleiderschrank verbannen will. 
kernpunkte der initiative: 
  • Militärwaffen ins Zeughaus
  • Ein eidgenössisches Waffenregister
  • Bedarfs- und Fähigkeitsnachweis: Wer eine Waffe will (Jäger, Sammler, Sportschützen), muss den Bedarf nachweisen und die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen. 
  • Überflüssige Waffen werden aus dem Verkehr gezogen.
die gegner, vorallem rechtsbrügerliche kreise, wehren sich mit allen mitteln gegen die iniative. insbesondere unwahre behauptungen, die absolut nichts mit der initiative zu tun haben, bestimmen deren argumentationslinie:
  • so werde das "obligatorische" abgeschafft (jeder wehrmann muss während seiner dienstpflicht jährlich dieses 300m-übungsschiessen absolvieren). das "obligatorische" ist mit keinem wort bestandteil dieser initiative. ob es irgendwann abgeschafft wird, hängt nicht damit zusammen. 
  • die existenz der schiessvereine stünde auf dem spiel, weil keine subventionen für die feldschiessen mehr fliessen würden. da das obligatorische bei einem JA nicht tangiert ist, stimmt dies nicht. zudem darf jeder sportschütze seine waffe behalten, sofern er sie registriert hat und die fähigkeit nachweisen konnte.
  • "die initianten wollen damit indirekt die armee abschaffen". völlig unsinnig, lässt sich gar nicht begründen, da die initiative null auswirkungen auf die wirkungskraft der schweizer armee hat.    
nebst die dümmlich posierenden waffennarren (meist nationalräte) in der letzten sonntagszeitung, schossen die selbstjustizler, marke tea party, marke svp, mit ihrem neuen plakat (übrigens seit jahren derselbe ausländertyp drauf) den vogel ab:

plakatfoto via ws-blog
doch gerade dieses plakat zeigt, dass es wichtig ist, dass waffen registriert werden müssen. dies fördert die sicherheit. ebenso die waffenabgabe. das schweizer militär vermisst knapp 4300 waffen, rund 80 prozent wurden gestohlen (die meisten vermutlich von einbrechern in privathaushalten) selbstverständlich kann man nie verhindern, dass verbrecher waffen irgendwo illegal besorgen können. trotzdem, solange todesfälle durch die  waffeninitiative verhindert werden können, gilt es ihr zuzustimmen. eine armeepistole, ein armee-sturmgewehr gehört im 21. jahrhundert einfach nicht mehr in den kleiderschrank oder in den dachboden. es gibt schlicht keinen grund, warum die armeewaffe zuhause gelagert werden muss. wenn man mit seiner waffe ein feldschiessen absolvieren will, oder im ernstfall (drohender krieg) auf sie zugreifen muss, so bliebe genügend zeit, diese im zeughaus zu holen.
......
infos zur waffeninitiative: "Schutz vor Waffengewalt - JA zur Waffeninitiative"
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blogger-beiträge zum thema:

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen

Eins vorweg, ich bin Militärdienstverweigerer und Pazifist - sage aber trotzdem NEIN zu dieser Initiative. Meine Beweggründe:

Es wird von 300 Schusswaffentoten pro Jahr geredet - die off. Statistik sagt jedoch was anderes. Zudem sind anscheinend der überwiegende Teil "illegale Waffen".

Es wurde weiter von über 4000 Schusswaffentoten seit 1970 gesprochen - die Statistik wird jedoch erst seit 1990 geführt!

Es wird geschwafelt, dass sich Selbstmorde verhindern liessen. Meiner Meinung nach sehr heuchlerisch und zynisch! Die Waffe steht am Schluss der sich selbstverstärkenden Spirale genannt "lebensmüde" - nicht am Anfang! Was macht der Staat, wenn einer Lebensmüde ist? Er nimmt ihm den Führerschein ab, stellt ihn unter Vormundschaft und sperrt denselben präventiv per FFE und Valium einmal 3 Wochen in einer geschlossenen kalt! Super Hilfe, alle Profitieren (Vom Strassenverkehrsamt über Pharma bis zur Klinik), nur dem betroffenen geht es in der Regel nicht besser! Wenn er Staat (oder besser dieses Komitee) die Psyche seiner Bürger wirklich schützen wollte, würden Sie bei der Ursache (Stress, Überforderung, Überbevölkerung, Perspektivlosigkeit, soziale Kälte, Druck, die ewige Verbotitis (jeder Millimeter des Lebens ist reglementiert)! ETC.)und nicht bei der Auswirkung ansetzen!
Die Schweiz hat die zweithöchste Schusswaffendichte der Welt (nach Jemen VOR USA) und trotzdem relativ wenige Missbräuche (ausser Selbstmorde!). Wenn wir nun alle
Waffen verbannen, wird sich kaum ein Selbstmord verhindern lassen! Man springt dann halt von Gebäuden und Brücken oder geht zum nächsten Bahnhof. Somit wird das eigene Leben trotzdem beendet und das der "Aufräumer" auch nicht angenehmer!

Es sterben wesentlich mehr Menschen am langsamen Selbstmord genant Alkoholismus! Würde man selbe abstruse Logik anwenden (Wenn wir nur ein Leben schützen können, sollte wir es tun!), müssen wir SOFORT sämtliche Akoholika verbieten - ebenso das Autofahren, Brücken und hohe Gebäude!
In so einem Staat möchte ich aber auf keinen Fall Leben. Das Leben ist nun halt einfach einmal tödlich! Es gab und gibt immer Menschen, die ein Verbrechen verüben oder keine Lust mehr auf die eigene Existenz haben! Dies können wir kaum verhindern - erst recht nicht, in dem die betroffenen weggesperrt werden - denn irgendwann kommen diese wieder heraus. Ob ein Verbrecher zu einem besseren Menschen wird, wenn er 23h mit anderen Verbrechern eingesperrt ist wage ich zu bezweifeln! Das selbe gilt für den Mental labilen Menschen.

Diese initiative ist für mich das Zeichen, dass ein Teil der Gesellschaft der anderen nicht mehr traut! Solch ein Klima der Missgunst und des „Unvertrauens“ kann sehr unheilvoll sein.
Ich selber besitze keine Waffe (ausser ein paar Taschenmesser), gestehe diese aber jedem vernünftigen und umsichtigen Bürger zu.
Leider stimmt es, dass sich Verbrecher nicht an die geltenden Gesetzte halten (sonst gäbe es ja keine!). Wie man am Beispiel von England sehr schön sehen kann nutzt ein solches Verbot nichts – im Gegenteil!
Deshalb hoffe ich, dass die Vernunft sich bis am 13.Feb. noch durchkämpfen kann und nicht noch eine der wenigen Freiheiten und Vertrauensbekundungen bachab gehen!

Anonym hat gesagt…

LOL das ist wieder mal typisch für die Linken und Illusionisten, dass Foto dieser Pistole ist KEINE ARMEEPISTOLE!

Anonym hat gesagt…

Hallo

Ich persönlich kann den 1.ten hier abgegebenen Kommentar nur noch einmal unterstreichen. Besser kann ich meine eigene Meinung zu diesen "irrwitzigen Ideen", wie dem eines Waffenverbotes, nicht ausdrücken.

Lupe, der Satire-Blog hat gesagt…

at alle anoynm:
sagt mir doch "einen" Grund, warum es im 21. Jahrhundert für die Schlagkraft unserer Armee wichtig ist, dass die Armeewaffen Zuhause lagern.

at anonym 1:
ist ja schlimm, wenn man auf Vertrauensbeweise per erlaubten Waffenbesitz angewiesen ist.

at anonym 2:
Pistolen-Typ-Fehler behoben

monoblog hat gesagt…

muss schon ein supergutes Gefühl sein, so ein Ding zu Hause zu haben, dazu eine Konservenbüchse mit Munition (die man NICHT öffnen sollte). Sorry, aber für mich gibt's nicht einen müden Grund, so etwas zu Hause aufzubewahren. Solches Zeug gehört ins Zeughaus, drum heissts ja so...

Anonym hat gesagt…

@Lupe
In derSchweiz herrscht ja die Devise (bei Politik und Medien), wer nichts verbotenes tut, hat ja nichts zu verbergen (kennt einer alle unsere 4000 Gesetze?!)....Deshlab werden ja unsere Telekommunikationsdaten 6mt (inkl. Inhalt!) gespeichert! Das ist aber nur zu unserem Schutz und dient als vertrauensbildende Massnahme - gegen die bösen Terroristen, die mit unseren Prepaid Handys den elfen September planten!
Was ebenfalls etwas schmerzt ist die Tatsache, dass Du bis auf eines (Vertrauen), alle Argumente übersiehst.
Wie gesagt, ich bin kein Waffennarr und schon gar kein Armeefan! Würde es bei dieser Initiative wirklich nur um die zentrale Verwahrung der Armeewaffe gehen, würde ich zustimmen! Leider zielt dieses perfide (weil mit Ängsten und Emotionen anstatt mit Argumenten diskutiert wird) Machwerk aber in eine andere Richtung!
Die ersten Auswüchse sind ja schon zu erkennen. Ein generelles Messerverbot im öff. Raum! Viel Spass beim warten im Bahnhof Zürich, um ins Pfadilager zu kommen - und die Sondereinsatzgruppe Luchs einschreiten muss um dem Gesetz geltung zu verschaffen! Aber hei, auch darüber freuen sich dann sicher einige wieder. Die Kinder lernen so schon früh, was das Staatliche Gewaltmonopol bedeutet. Aber auch andere haben Grund zur Freude, immerhin sind die kleinen anschliessend traumatisiert und benötigen ein Care Team und ev. ein Paar Valium und co. ;-)
Das dies Satire war muss hier nicht noch speziell erwähnt werde, oder? ;-)

Anonym hat gesagt…

Es gibt keine Zeughäuser mehr, nur noch Logistikzentren. Von den jetzt fünf stehen aber ein bis zwei zur disposition! Also doch ein Abschaffen der Armee auf Raten - oder nehmt ihr 3h Autofahrt in Kauf, nur um schnell das Obligatorische zu schiessen?

kikri hat gesagt…

@monoblog
Heute wird die Munition nicht mehr zu Hause aufbewahrt, ist verboten.

Was mich an der ganzen Diskussion total auf den Kecks geht:
Viele übernehmen die Argumentation des frauenfeindlichen Feministinnen-Pack (sorry, anders kann ich es nicht sagen)

Sie versuchen wieder einmal, die Gesellschaft in Gute (Frauen) und Böse (Männer) zu teilen.

Frauenfeindlich weil Feministinnen Frauen anscheinend nicht zumuten, eigene Ansichten zu haben.
Ich halte jede Frau für fähig, eine sie störende Waffe ausser Haus bringen zu lassen (bzw. den Mann dazu zu bringen, es zu tun)

Deshalb NEIN.
Kein Strichbreit mehr für das Femm-Pack

Anonym hat gesagt…

Wollt eigentlich den RSS-Feed abonnieren, lass es aber doch grad wieder sein...

byebye Freiheit, hallo neue rosa Welt mit Gummiwänden!

hätte in meiner Jugend nicht gedacht dass es mal die SVP sein wird die meine Rechte verteidigt, lustig wie das Leben spielt!

uertner hat gesagt…

Hier Satire zum Thema

http://beizzweinull.wordpress.com/2010/11/09/kabale-und-liebe-2007-nebelspalter-82008/

Anonym hat gesagt…

Traurig!
Das ist deine Meinung und die willst du den anderen auf schwatzen wie die Bild.

Wie wäre es mit verboten von killer spielen?
Ja ich spiele sie selbst aber für Außenstehende sieht es auch so aus das es krank ist so was zu hause zu haben und so ist das auch mit Waffen.

sumpfnoodle hat gesagt…

Soll mir mal einer sagen, WARUM es für die Verteidigung der Schweiz Zuhause noch eine Waffe braucht?!

Nur um die Schiessvereine zu unterstützen, sollen neben Kleiderschränken Sturmgewehre lagern? Und jährlich verschwinden hunderte von Armeewaffen, weil es so einfach ist, diese in den Familienhäusern zu stehlen.

Ihr argumentiert, wie diese amerikanischen Vollidioten, die ihre Waffe immer mit sich rumtragen wollen und jederzeit eine kaufen können wollen. Und wie hoch ist dort die Kriminalität?

Anonym hat gesagt…

@sumpfnoodle
Da kennt aber einer das geltende Waffengesetz fast so gut wie die GSOA - nämlich GAR NICHT! Und deshalb gibts für das verstecken von Imitatswaffen (GSOA) eine schöne Anzeige wg. Verstoss gegen das ach so lasche Waffengesetz! Tja, wenn das keine Ironie ist! :-)))
nun zur versumpften Nudel:
1. Darfst Du dein STGW90 verwahren wie Du möchtest - so lange die Siciherheitsbestimmungen eingehalten werden (Verschluss unf Magazin getrennt - Waffe unbrauchbart!)
2. Hat das mit den amerik. Vollidioten eine Lustige Komponente. Es gibt duzende Amokläufe die unmittelbar nach beginn gestoppt wurden - WEIL DIE SCHÜLER WAFFEN TRUGEN! Das kommt halt weder in der Bild noch im Blick! Wieso auch, keiner gestorben, lässt sich nicht verkaufen...
3. Was sagt Mario Bart immer? Wenn man keine Ahnung hat, sollte man hübsch die Fr**** halten? War dieses Zitat korrekt?

Lupe, der Satire-Blog hat gesagt…

at anonym, der letzte:

wenn ich dich richtig interpretiere, wäre die schweiz viel sicherer, wenn jeder und überall eine waffe bei sich trüge (selbst jeder schüler, wie du schreibst), weil er dann sofort eingreifen könnte, wenn einer amok läuft oder eine schusswaffe zieht. in welcher welt lebst du? altes testament?

in amerikanischen grossstädten, wo jeder eine waffe mit sich tragen kann, geschehen am meisten morde. ist nun mal so.

und wie erwartet, zu sumpfnoodle's frage nach dem sinn des zuhause-lagerns aus armee-sicht habt ihr waffengläubigen nie eine antwort.

kopfchaos hat gesagt…

..... @ anonym.....:
..... das zitat "wer von nix 'ne ahnung hat, einfach mal fresse halten@ is' ned von mario barth, sondern von dieter nuhr.....

..... und nun zum thema.....:
..... ich bin gegen die waffenschutz-initiative, aber nicht weil ich nicht auch der überzeugung bin, dass suizide verhindert werden sollten, nein, viel mehr sehe ich dahinter, wie auch schobn andere argumentiert haben, einen angriff auf die aktuelle ausgestaltung der armee.....
..... erst soll sich die politik einig werden was für eine armee die schweiz braucht und welchen auftrag diese armee hat, und soll auch so ehrlich sein diese armee, dann auch mit genügend mitteln zu alimentieren um den gegebenen auftrag erfüllen zu können, dann kann man sich auch um detailfragen kümmern, wie und wo die ausrüstung des wehrmannes gelagert wird.....

Anonym hat gesagt…

@Lupe
Interpretieren will gelernt sein!
Zitat:
"wenn ich dich richtig interpretiere, wäre die schweiz viel sicherer, wenn jeder und überall eine waffe bei sich trüge (selbst jeder schüler, wie du schreibst), weil er dann sofort eingreifen könnte, wenn einer amok läuft oder eine schusswaffe zieht. in welcher welt lebst du? altes testament?"
Solche verdrehungen der Aussagen sind doch nicht dein Niveau, oder etwa doch?

Herzchen, ich habe nur die Ironie beleuchtet, dass sich die GSOA über unser (anscheinend!) lasches Waffengesetz aufregte - und nicht wusste, dass eine Imitatswaffe einer "echten" Schusswaffe gleichgesetzt wird! :-) Das ist Satire, welche nur das Leben schreiben kann! :-))

Ausserdem empfinde ich die Schweiz als sicher - trotz 2'500'000 registrierter Waffen im Umlauf (und wahrscheinlich nochmals einige hunderttausend unregistrierter) wurde ich noch nie mit (und schon gar nicht von) einer Waffe bedroht. Ev. kommt dies vielleicht daher, dass ich ein intaktes Umfeld habe. Wo die GSOA's Wohnen, dass die dermassen PANIK vor Waffen haben müssen weiss ich nicht... PS. Liebe GSOA's, falls Sie von einem Schweizer mit einer Waffe bedroht werden - ein Anruf bei der Polizei genügt, und er besitzt keine mehr! Falls es ein "Ausländer" ist - LAUF UM DEIN LEBEN - seine Waffe ist nicht registriert! ;-))

Zitat:
"in amerikanischen grossstädten, wo jeder eine waffe mit sich tragen kann, geschehen am meisten morde. ist nun mal so."

Wenn ihr doch wenigstens einmal googlen, von mir aus auch wikipedia oder das Orakel von Delphi befragen würdet, bevor ihr solch einen Stuss schreibt!
Das Waffenrecht der USA ist von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden! Und obwohl die Statistik deine Gefühle verletzen dürfte, seit Miami das offene Waffentragen WIEDER erlaubt, sind die Gewaltverbrechen, Morde und schweren Raubüberfälle massiv gesunken - einzig die Touris werden noch sehr oft geplündert! Du kannst Dir sicher denken, wieso...
Ein schönes Beispiel ist auch Chicago, die Heimatstätte der Präsidialen Baracke - selber Googlen!

Zitat:
"und wie erwartet, zu sumpfnoodle's frage nach dem sinn des zuhause-lagerns aus armee-sicht habt ihr waffengläubigen nie eine antwort."

ähm, wer Augen hat, um zu sehen und lesen kann, findet allein in diesen post's min. DREI antworten auf noodles rhetorische Frage - oder welchen Teil von "ingesammt fünf Zeughäuser, von denen zwei zur Disposition stehen" hast Du nicht verstanden?
Weiter müssten diese "Geschützten Lagerhallen" der Armee 24/7 bewacht werden. Zum Eidgenössischen müssten 700'000(!) Waffen quer durch die SChweiz befördert werden - was die Sicherheit natürlich enorm erhöht. Ein Einbruch in so eine Lagerhalle (bedenke, es wurden schon 20mm Geschütze aus Radpanzern gestolen!) wäre ein gutes Geschäft - 1000 Stgw90 à 2000.- (tiefe Schätzung) sind doch was. Und nein, in Zeughäusern werden entgegen der Meinung vieler KEINE Mienen, Sprengstoffe und Handgranaten gelagert - dafür gibt Munitionsbunker!

Kennst du dieses alte amerik. Sprichwort?
"Wenn Du merkst, dass dein Pferd tot ist, steige ab!"

Anonym hat gesagt…

Konnte bis zum 31. Dezember 1999 jeder Schweizer Bürger noch recht problemlos eine Schusswaffe auf der Straße führen (in der Hälfte der Kantone bedurfte es dazu nicht einmal eines behördlichen Dokumentes), so ist dies durch das am 01. Januar 2000 in Kraft getretene neue Waffengesetz erheblich erschwert bis unmöglich gemacht worden. In der Folge kam es 2001 im Vergleich zum Vorjahr laut dem Schweizer Bundesamt für Statistik zu einem Anstieg der Gewaltkriminalität:
- Vorsätzliche Delikte gegen Leib und Leben (Tötungsdelikte): plus 8,0 Prozent
- Vorsätzliche Körperverletzungen: plus 6,7 Prozent
- Vergewaltigungen: plus 12,4 Prozent

Dagegen nahmen Diebstähle und Einbrüche insgesamt nur um 0,47 Prozent zu und auch die Gesamtzahl der erfassten Straftaten stieg nur um 1,48 Prozent.
Dies könnte als Zufall gewertet werden, wenn nicht in Australien und England ähnliche Tendenzen mit jedoch weitaus schlimmeren Konsequenzen beobachtet worden sind, nachdem quasi alle legal besessenen Waffen eingezogen wurden.
So zog Australien 1996 insgesamt 640.381 private Schusswaffen ein und vernichtete sie zum Preis von 500 Millionen Dollar.
Bereits 1997 stieg die Zahl der Gewaltverbrechen um 3,2 Prozent und Überfälle nahmen um 8,6 Prozent zu. Bewaffnete (!) Raubüberfälle legten satte 44 Prozent drauf.

Makabrer Spitzenreiter ist der Staat Victoria, in welchem Schusswaffendelikte sogar um 300 Prozent anstiegen. Dagegen gab es in Australien in den 25 Jahren vor 1996 unter anderem bei bewaffneten Raubüberfällen einen stetigen Rückgang.

In England geschah die Entwaffnung der Bürger 1997. Damals wurden rund 162.000 Kurzwaffen eingezogen und weitestgehend vernichtet. Die ehemaligen Besitzer erhielten eine Entschädigung von etwa 95 Millionen Pfund.
Allein im Zeitraum von September 1998 bis September 1999 stieg die Kriminalität in London um 22 Prozent und die bewaffnete Kriminalität um zehn Prozent.
Ähnliche Entwicklungen gab es im ganzen Land. Mittlerweile sollen mindesten drei Millionen illegaler Waffen in Großbritannien kursieren.

Das UNO Interregional Crime & Justice Research Institut zeigte 2003, dass die Einwohner von Wales und England unter einer höheren Verbrechenslast leiden als vergleichbare andere Länder: auf 100 Einwohnen kommen dort 55/100 Verbrechen ( in den anderen Industrieländern dagegen 35/100 ).
Bei »Kontakt-Verbrechen« ( Raub, sexueller und gewalttätiger Überfall ) liegt der Anteil in England und Wales mit 3,6 Prozent deutlich vor den USA mit 1,9 Prozent.

Dort löste eine Liberalisierung der Waffengesetze seit Ende der 1970er-Jahre in vielen Bundesstaaten eine gegenteilige Entwicklung aus.

Mehr Waffen, mehr Abschreckung.
Über so eine gegenläufige Entwicklung dürfen sich die Einwohner des Staates Florida seit 1987 freuen, als eine Gesetzesänderung das Führen einer Schusswaffe auch außerhalb des eigenen Besitztums zum persönlichen Schutz erleichterte.
So gab es 1992 noch 13.945 Gewaltdelikte (Mord, Vergewaltigung, Raub und Körperverletzung), so lagen diese bei fallender Tendenz seit 1989 im Jahr 2001 nur noch bei 7.210 Taten. Somit beträgt der Rückgang 48,3 Prozent. Parallel dazu stiegen die Übergriffe auf wehrlose (!) Touristen an, bis die Polizei Anfang der 1990er neue aufwändige Programme zum Schutz der Reisenden entwickelte.
Insgesamt ging in Florida von 1987 bis 1995 die Zahl aller Tötungsdelikte um 22 Prozent und Taten mit Schusswaffengebrauch sogar um 29 Prozent zurück.

Von den 295.220 Waffenscheinen, die in Florida seit Inkrafttreten des Gesetzes bis zum 31. Mai 1995 ausgestellt wurden, mussten nur 48, sprich etwa 0,016 Prozent wegen Missbrauchs wieder entzogen werden. Mit 99,984% der Waffenträger gab es also keine Probleme.

Anonym hat gesagt…

Unter dem Strich
So zeigt sich ganz klar ein hinreichend belegter, enger Zusammenhang zwischen restriktiven Waffengesetzen und steigender Kriminalität und damit der Gefährdung des Bürgers durch staatliche, gesetzgeberische Maßnahmen. Es lassen sich daraus die Formeln »Mehr legaler privater Waffenbesitz = weniger Gewaltkriminalität« sowie im Umkehrschluss »Weniger legaler privater Waffenbesitz = mehr Gewaltkriminalität« ableiten. Die negative Entwicklung in der bislang waffenrechtlich sehr liberalen Schweiz mit einer bis 1999 äußerst niedrigen Kriminalitätsrate, die nach Verschärfung der Gesetze anzusteigen beginnt, sollte allen Demokraten Warnung und Mahnung sein.

Lupe, der Satire-Blog hat gesagt…

at anonym mit den vielen beiträgen, der nicht mal wagt, einen niknamen zu verwenden:

was du dir für mühe gibts, nur um eine waffe (vermutlich mehrere) zu hause lagern zu dürfen. vermutlich trägst du noch eine im holster durch die stadt, nur im falle, dass ....

warum nun braucht es waffen in den trauten familienstuben aus armee-sicht? du schwadronierst da einen argumentationsstrang um unbewachte zeughäuser. bitte, bitte, bring nicht dieses lächerliche argument.
glaubst du ernsthaft, dass sie zuhause sicherer seien als in armee-einrichtungen. so mit scheuklappen behaftet kann doch niemand sein.

Anonym hat gesagt…

@lupe
Jetzt kommt etwas überraschendes...
Ich besitze KEINE Waffe und mein STGW90 steht im Zeughaus...
Trotzdem bin ich libertär eingestellt und habe keinen Bock auf einen Paradigmawechsel!
Bis dato ist in diesem Land alles erlaubt, ausser es ist verboten.
Neu bauen wir in unsere Verfassung einen Artikel ein, der ALLES (im nachfolgenden Sinne des Gesetzes) Verbietet und nur unter umständen Sonderausnahmen zulässt.

Ps. Das mit dem Anonym (wir Wissen beide, dass es dies im inet nicht gibt!) kommt daher, da isch nicht blogge und kein google Konto etc. bestitze. Und irgend ein Pseudo zu verwenden ist auch nicht unbedingt "unanonym"...

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