22.08.2009

Stasi-Methoden der Schweizer Rüstungsindustrie


cvp-ständerat bruno frick findet bespitzelungen und observationen völlig harmlos
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der liebe, nette, knuddelige cvp-ständerat bruno frick ist co-präsident des "arbeitskreises sicherheit und wehrtechnik", in deren auftrag die pr-agentur farner die interessen der rüstungsindustrie in der kommenden volksabstimmung vertritt. farner kämpft mit allen erdenklichen und bedenklichen mitteln gegen die initiative der gruppe schweiz ohne armee (GSoA), die sämtliche kriegsmaterial-exporte stoppen will.

die auszüge aus den strategiepapieren der pr-agentur farner, die 10vor10 (schweizer fernsehen) gestern veröffentlichte, erinnern mich irgendwie an mittel der ehemaligen stasi:
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"Verdeckte Aufklärung in der Verwaltung"
"Öffentliche Desavouierung gegnerischer Vorstösse"
"Observation von Aktivistengruppen"

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herzig, wie co-präsident bruno frick die observierungs-massnahmen rechtfertigt:
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"es sind wörter, die offenbar einen anderen sinn haben. wenn ich ihnen zuschaue, wie sie über die strasse gehen, so kann man sagen, dass ich ihnen zuschaue, oder man kann sagen, ich täte sie observieren."
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treten sie zurück, ständerat frick! wir wollen in der schweiz keine stasi-methoden. in jedem anderen land wären solche bespitzelungsaktionen das politische ende für einen politiker wie ständerat frick. mal schauen, was in der schweiz passiert. vielleicht zieht er ja selbst die konsequenzen und tritt zurück.
ach ja, die weiteren ausflüchte des farner-auftraggebers könnt ihr hier begutachten:
TV-Bericht über Bespitzelungsmassnahmen der Firma Farner (SF-TV)

.............
berichte dazu:
Studentin in fremdem Dienst (Auslöser der Affaire; WOZ)
Die Spionin, die von Farner kam (NZZ)
blogger zum thema:

Kommentare:

Andreas Kyriacou hat gesagt…

Ja, der Frick ist ein ganz knuddeliger, das erkennt man schon an seinen Interessenbindungen...

Er ist ausserdem noch Vizepräsident der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats. Mit diesem Demokratieverständnis ist er dort untragbar.

lupe hat gesagt…

"Vizepräsident der Sicherheitspolitischen Kommission"

Super! Dann vertritt er einerseits die Rüstungsindustrie und kann gleich jene Interessen im Ständerat einbringen.
Filz, Filz, Filz

Anonym hat gesagt…

Wenn wir bedenken, dass es in einem Rechtsstaat wie der Schweiz möglich ist, intern solch fragwürdigen Verfilzungen zu dulden, dann ist die "Merzstory" eine Bagatelle ;-)
Der Vizepräsident der Sicherheitspolitischen Kommission wäre im Regime des Ghadaffi genau so gut aufgehoben. Was schliessen wir daraus..?

;-)

Andreas Kyriacou hat gesagt…

Der Vizepräsident der Sicherheitspolitischen Kommission wäre im Regime des Ghadaffi genau so gut aufgehoben. Was schliessen wir daraus..?

Dass wir mehr Leute aus Bundesbern in die Wüste schicken sollten?

Lupe hat gesagt…

"in die wüste schicken"
nicht schlecht!
irgendein land überlegt sich ja zur zeit, mitbürger auf den mond zu schiessen. wäre auch was.

Anonym hat gesagt…

- Google Bildsuche nach "Stasi Ausweis"
- wewewe.farner.ch
- auf jeder seite ein mitarbeiterbild, speichern
- photoshop: copy portait to pass-bild
-save as: farner_pr_stasi_ausweis_nr1.jpg
- internet fluten damit, hochladen wo's geht, verlinken.

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