23.07.2008

Spiegel: Beruflicher Hintergrund macht Blogger unglaubwürdig

die beiträge von jens berger, spiegelfechter, seien unglaubwürdig, weil dieser im hauptberuf nur öffentlichkeitsarbeit für einen wasserversorger mache.
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treffender, als mit diesem sinngemässen zitat lässt sich niveau und stil des hintergrundbeitrages über deutsche blogger im aktuellen spiegel nicht wiedergeben.

wie hier angedroht, nun doch noch ein paar zeilen zum "blogger-lächerlichmachen" im aktuellen spiegel.

muss zugeben, der blogger-verriss der drei spiegel-journalisten (heutzutage braucht es scheinbar bei einem zweiseitigen spiegel-text mindestens drei redakteure - ob ein einzelner damit überfordert wäre?) war irgendwie noch süffig zu lesen, wenn auch ohne tiefgang. es ging hauptsächlich darum, sämtliche deutschen blogger, mit ausnahme des blogger-bashers don-irgendwas, auf die eine oder andere art lächerlich zu machen oder zu verniedlichen. was sind schliesslich schon 25'000 tägliche besucher auf der blog-seite eines ehemaligen spd-funktionärs (nachdenkseiten)? der schreibe eh nur für enttäuschte sozialdemokraten.

der wahrheitsgehalt von blogger-beiträgen sei schwer abzuschätzen, da meist quellenangaben fehlen (wo sind denn die quellenangaben zu den statistischen zahlen rund ums bloggen in diesem spiegelbeitrag?). absolut verwerflich fand ich die sinngemässe begründung, die beiträge des viel beachteten deutschen bloggers jens berger (spiegelfechter) seien wenig glaubwürdig, weil dieser im hauptberuf nur öffentlichkeitsarbeit für einen wasserversorger mache. brauchte es für diese geniale, tiefgreifende schlussfolgerung tatsächlich drei spiegel-redakteure? so nebenbei: was machen denn diese drei zeitungsjournalisten im hauptberuf? nur, damit ich den informationswert ihres artikels besser einstufen kann.

was gab es es in diesem artikel sonst noch so wissenswertes, von bleibendem wert, das zu erwähnen wäre? eigentlich nichts.

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der spiegel-artikel:
Die Beta-Blogger
weiteres zum spiegel-artikel:
Beta-Journalisten und Beta-Blogger (spiegelfechter)
rund ums bloggen:
Die 20 erfolgreichsten Freitags-Blogger (Die Rangliste)
Bloggen: 200 Verklinkungen pro Tag! Die Tricks der Booster
Google übergibt Youtube-Nutzerdaten
Blog-Ranglisten (Sinn und Unsinn)
"DiGG"-en, "YiGG"-en" oder "PLiGG"-en?

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Treffendes Bonmot zur Tätigkeit von manchen Journalisten:

"Das einzig kritische an diesem Journalismus ist der Geisteszustand."

Anonym hat gesagt…

heutzutage gelingt es journalisten leider oft nicht mehr, berichterstattungen von kommentar oder glosse zu trennen. wenn die drei spiegelredakteure in ihrem artikel nicht alle drei, wenn nicht noch mehr, sparten durcheinander gemischt hätten, oder es als kolumne verkauft hätten, so hätte man es noch mit gutem willen durchlassen können.

Anonym hat gesagt…

in zwei drei Jahren werden es sechs Journalisten pro Artikel sein. Und auch bei den Interviews im TV werden dann vier einem Interviewpartner gegenüber sitzen.

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