27.07.2008

Jörg Haider und Hannibal Lecter Gaddafi

nun will uns also der rechtsaussen der österreichischen politik, jörg haider, der persönliche kontakte zu diktator gaddafi pflegt und mit dessem zweiten sohn befreundet ist, im konflikt mit libyen aus der patsche helfen. er will für die schweiz im fall hannibal lecter II vermitteln.

zur erinnerung: der absolut smarte und nette diktator aus lybien, muammar el gaddafi, (auch ghadhafi, ghadafi, gadaffi oder qadhafi geschrieben, je nach medienerzeugnis), der nur schon mit seiner gewinnbringenden ausstrahlung sympathien wie ein magnet anzieht, ...
... hat sich vor einigen tagen an der schweiz gerächt: zwei schweizer wurden in libyen verhaftet und öllieferungen gestoppt, nachdem die schweiz die frechheit hatte, seinen sohn hannibal gaddafi vorübergehend wegen körperverletzung und nötigung festnehmen zu lassen. nach zahlung einer kaution (hannibal 200'000 franken, seine frau 300'000 franken) wurden sie wieder auf freien fuss gesetzt. doch einen sohnemann, marke gaddafi, darf man nicht verhaften. darum hat diktator muammar el gaddafi zugeschlagen und sozusagen zwei schweizer geiseln genommen.

vatersöhnchen hannibal lecter II, das immer wieder vom diktatorenvater aus der patsche gezogen werden muss, zieht eine eindrückliche spur quer durch eurpa:
  • in rom hat er polizisten mit einem feuerlöscher angegriffen
  • in paris ist er mit 140 sachen die nationalfeiertagsstrasse entlang geblocht. seine leibwächter prügelten sich danach mit der französischen polizei.
  • ein dänisches gericht verurteilte ihn zu einer bewährungsstrafe und einer geldbusse, weil er seine schwangere freundin prügelte.
  • erneut in paris, musste ihn die polizei beruhigen, weil er im luxushotel seine freundin prügelte und mobiliar demolierte.
  • in norwegen wurde eine gaddafi-klage gegen ein boulevard-blatt abgewiesen. dieses hatte hannibal gaddafi als drahtzieher einer entführung betitelt. das gericht sah den wahrheitsgehalt der behauptung als erwiesen.
übrigens der älteste sohn des immerschönen diktators, muhammad, besitzt sämtliche telekommunikationsunternehmen im land. zudem ist er präsident des libyschen olympischen komitees. sohn said präsidiert den libyschen fussballverband.
was müsste nun die schweiz, nach ansicht libyens tun? sie müsste sich öffentlich für die festnahme des sohnes entschuldigen, wie zwei vor der schweizerischen botschaft organisierte demonstrationen forderten.
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nun will sich also jörg haider in die stecken gebliebenen verhandlungen zwischen der schweiz und libyien einschalten, wie die heutige sonntagszeitung berichtet. haider rechnet sich, wegen seiner freundschaft mit muhammar und seiner politischen ausrichtung chancen aus, eine lösung des konfliktes herbeiführen zu können.
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wenn ich mir so überlege, haider besucht hie und da diktator gaddafi, ist befreundet mit dem zweiten sohn, ... woher kriegt der haider eigentlich jeweils seine wahlkampfunterstützungen?
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quellen und weitere hintergrundinfos:
Gaddafis Nervenkrieg (Tagesspiegel, 27.7.08)

Kommentare:

Sly hat gesagt…

Eine Chance für alle Hyperaktiven (ADS oder ADHS, früher POS genannt): In Libyen kann man mit dieser Krankeit gar Staatspräsident werden, oder Besitzer aler TV-Stationen werden.

Mike hat gesagt…

extrem, was sich dieser Sohn unterwegs alles erlauben kann, nur weil sein Vater ein gefürchteter Diktator mit Öl unter dem Boden ist.

Anonym hat gesagt…

Es gibt situationen, da würde sogar ich, sonst gegen ritalin, dessen einnahme empfehlen.

Shenaja

lupe hat gesagt…

zu eurer hyperativendiskussion:
bei gaddafi würde ich auch ritalin empfehlen.

ich bin aber auch bei kindern absolut für ritalin, aber nur bei einer starken ads-ausprägung. eine dosis, damit sie einen ganzen tag im normalzustand erleben können und die gleichzeitige therapie so besser verarbeiten können. zuvor muss aber eine seriöse abklärung stattgefunden haben.

Lupe hat gesagt…

wobei zu gaddafi und ritalin anzumerken ist, dass bei erwachsenen das ritalin genau umgekehrt wirken kann. also stimulierend

kopfchaos hat gesagt…

..... die schweiz is' ned ganz so dringend auf das lybische roh-öl angewiesen, die eine raffinerie im wallis, welche vornehmlich damit beliefert wurde, gehört zum tamoil-konzern, welcher wiederum im besitzstand, mit verwaltungstechnischen verschleierungsmassnahmen, des wüsten sohnes clan sich befindet.....
..... dreht papa gaddafi also den öl-hahn zu, so fliesst weniger devise in seine tasche, somit dürfte dieser lieferstopp an roh-öl wahrscheinlich nur zeitlich begrenzt durchgeführt werden.....

..... doch erklären wir lybien doch einfach zum terror-staat, respektive die lybische regierung zu unterstützern des internationalen terrors, dann dürfen wir, respektive müssen sogar gelder, die in der schweiz "lagern" und aus lybien stammen, einfrieren.....
..... ich denke, das würde das überhitzte gemüt des vaters recht schnell abkühlen.....

Lupe hat gesagt…

at kopfchaos:
aber vorher würde ich noch rasch die botschaft schliessen und alle schweizer aus libyen ausfliegen.

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