04.03.2009

Zu gewinnen: 1 Presseplatz am Fritzl-Prozess

hintergrund:

am 16. märz beginnt in st. pölten (ö) der prozess gegen den 74 jährigen, der 24 jahre lang seine tochter im keller einsperrte und mit ihr 7 kinder gezeugt hatte.
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wettbewerb:
presseplätze an diesem anlass sind hoch begehrt. ihr habt die einmalige chance, das ominöse "monster von amstetten" life sehen zu können, resp. einen der 89 presse-plätze beim fritzl-prozess zu kriegen. möglich wurde dies, weil es mir (habe mich als online-medienschaffender offiziell beworben und einen platz zugesprochen erhalten) unmöglich ist, hinzureisen, da sowohl pass und id abgelaufen sind und ich - gemäss der sachbearbeiterin - die neuen reisedokumente erst nach dem prozess zugestellt bekomme. der sitz, um den es geht, liegt zwischen nr. 68 (korrespondentin aus dem iran) und nr.70 (einem russischen reporter).
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die wettbewerbsaufgabe:
versucht mich im kommentar zu überzeugen, warum ausgerechnet ihr der/die richtige/r seid, der/die den prozess besuchen können müsst/solltet. warum nicht ein andere, warum gerade ihr. .
wettbewerbsbedingungen:
jene 15 direkten nachbarn, die die ganzen 24 jahre lang nichts bemerkt hatten, sind von einer teilnahme am wettbewerb ausgeschlossen.
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kleingedrucktes
korrespondenz über den wettbewerb wird keine geführt. entscheiden wird lupe, ich und der betreiber des blogs. wie sicherlich bemerkt und damit ich nicht wieder etwelche tierisch ernste emails bekomme: es handelt sich um einen satire-blog. die meisten antworten werden ebenfalls dementsprechend ausfallen. hoffe ich zumindest :-)
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mehr über fritzl:
Gerangel um die Plätze beim Fritzl-Prozess (tagesanzeiger)
Wahlen Österreich: Liste Fritzl und andere Satire-Dings
Video: Matthias Richlings "Fritzl's Keller"
Fritzl als Fasnachtssujet (tagesschau, schweizer tv)
Großbritannien: Wirbel um erste Fotos von Elisabeth Fritzl (der detektiv-blog)

Kommentare:

sumpfnoodle hat gesagt…

Ich bin Zivilschutzbeauftragter des Bundes und darum grundsätzlich an mehrjährigen Praxiserfahrungen mit solchen Schutz-Anlagen interessiert. Ein Besuch meinerseits wäre also sehr im Interesse unsere Landes, im Interesse unserer Bevölkerung.

Lupe hat gesagt…

schon verdächtig nahe am gewinn, ... insbesondere, da du der einzige bist, der bisher mitmachte.

aber selbstverständlich liegt uns auch viel an den interessen, resp. am wohle unserer bevölkerung.

da kann man den wunsch fast nicht abschlagen, es sei denn es kommt noch eine bessere begründung.

Goggi hat gesagt…

Hier meine offizielle Bewerbung:

Sehr geehrter Lupe, lieber Blogbetreiber und herzallerliebster Besitzer des Blogs.

Schau mal, ich habe Dir hier etwas hübsches. Einen Teddybären. Und schau, er hat einen Lollypop. Und wenn Du ganz lieb bist, wird er grösser und grösser, der Lolly, und wir können damit Babies machen. Nu komm, gib den Onkel den Gerichtsgutschein, komm! Na? so viele kleine Lupes, "Lüpchen", sozusagen, und ihr könnt dann alle hübsch hier im Keller unten wohnen und spielen und viele Enkelkinderchen machen, von denen der Onkel dann auch gleich Opa und Brüderchen ist und Du. lieber Lupo Lupilein darfst Mama spielen....

Was heisst da du bist ein Mann?

Ja dann geht das nicht.

Also so rum:

Der Grund warum ich unbedingt in Österreich dabei sein sollte ist, dass ich eine Videokamera dabei haben werde um der iranischen Sitznachbarin die Schuhe zu filmen, die sie im Verlauf des Abends dem Herr Fritzl zuwerfen wird. Gleichzeitig juckt der Russe neben mir auf und dreht unvermittelt den Gashahn auf, wonach der Fritzl unter dem Jubel aller Anwesenden ein grausamer Tod ereilt, bei dem er noch mindestens während zweier Stunden mit demselben ringt und somit zum erfreulichen Teil des Abends beigetragen hat. Auf die danach trotzdem verkündeten, mehreren lebenslangen Haftstrafen wird beim fröhlichen Bankett im Untergeschoss des Gerichtsgebäudes angestossen. Da will ich unbedingt dem Herrn "Wir sind Kaiser" Robert Palfrader die Hand schütteln, der hoffentlich auch zugegen sein wird, wo er sich doch hin und wieder auch mal ein Spässchen zum Thema erlaubt hat in der vergangenheit.

Na?

(Wobei: Ich kann gar nicht rüber fahren, fällt mir grad ein. Aber bewerben wollte ich mich trotzdem :-) )

lupe hat gesagt…

at goggi: da dein beitrag alles andere als jugendfrei ist, hat sich bereits jetzt, vor ablauf der wettbewerbsfrist, eine zweidrittelmehrheit der jury gegen einen goggi-sieg ausgesprochen.

Anonym hat gesagt…

Liebe Lupe

Ich bin Aspirantin der militanten Untergrundbewegung zur Einführung der "Kaschtria". (eben haben wir festgestellt, dass wir von Novartis, via Securitate, infiltriert wurden :-(

Verschiedene öffentliche Aktionen sind geplant: Musikantenstadel, Albisgüetli, etc.

Fritzel wäre für eine unserer Oberhexen das Wunschobjekt.

Würde ich nun diese Eintrittskarte erhalten, könnte ich der Mit-Glied-in eine Freude machen, würde in den inneren Kreis aufgenommen und könnte sie gegen die Eintrittskarte für Giaccobo/Müller eintauschen.

Damit könnte ich gleich auch meinem Lieblingskomiker Müller davor bewahren, in Zukunft nur noch mit einem Giacco auftreten zu müssen.

(Aspirantinnen dürfen bloss rote High-Heels werfen)

Ich bewerbe mich also sozusagen aus Pflichtgefühl und zum Wohle unseres Landes um diese Eitrittskarte.

Um wohlwollende Prüfung wird gebeten.

:-)

Lupe hat gesagt…

at anonym:
.. Einführung der "Kaschtria" ..

was willst du flächendeckend einführen? ist "kaschtria" die weibliche form der kastration?

Anonym hat gesagt…

öhmm.

- eine weibliche interpretation der scharia, oder so.

- ja, flächendeckende entfernung aller phallussymole

- und deckenflächende amputationen an spezifischen spezies (männlicher gattung)im öffentlichen raum.

(im volksmund als kastration bekannt)

grübel - grins ;-)

so, krieg ich nun die karte...oder ??

Anonym hat gesagt…

[nick ad interim = quantensprung]

Sehr geehrter multipersonaler Wettbewerbsveranstalter

Sie werden – falls Sie nach dem Durchlesen frisch wie früher, also quasi noch bei Trost sind – erkennen, dass ich an diesem Prozess unbedingt teilnehmen sollte.

Angesichts der aktuellen Krise bietet der Fritzl-Prozess die geeignete Plattform zum multimedialen Verbreiten der Vision eines gesamteuropäischen bzw. weltweiten Projekts zwecks Rettung kapitalwirtschaftlicher Devotionalien.
Das Unternehmen «Smartissimo Suisse» gliedert sich vorerst in fünf Module, die jederzeit erweiterbar sind:

[ 1 ] - «Smartissimo-Car Suisse»
[ 2 ] - «Smartissimo-Parking Suisse»
[ 3 ] - «Smartissimo-Transformation Suisse»
[ 4 ] - «Smartissimo-Delinquent-Economy Suisse»
[ 5 ] - «Smartissimo-Hidden-Activity Suisse»

[ 1 ] - «Smartissimo-Car Suisse»
Das Unternehmen kreiert das Achtelauto als kleinster aller Kleinwagen und umweltschonendes Hybridvehikel, das mit kleinsten Räumen und schmalsten Gängen dank seiner Dimensionen spielend fertig wird. Aufgrund ausgeklügelter Technik, ist «Smartissimo-Car» auch in sauerstoffarmer bis sauerstofffreier Umwelt voll betriebstauglich.
Eine Demonstration von «Smartissimo » kann für die in Pausen oft gelangweilten Prozesszuschauer willkommener Unterhaltung und intellektueller Labsal dienen.
Für die Gerichte sind derartige Aktionen sehr willkommen, da auf den Pausenhöfen während solcher Aktionen Ordnung herrscht unter dem Motto: Kurven sie mal in Verliesen herum, sind sie versorgt.

[ 2 ] - «Smartissimo-Parking Suisse»:
Bestehende, künftige, entdeckte und noch zu entdeckende Verliese und Keller, errichtet mit dem Ziel der Menschenquälerei, können so samt den darüber liegenden Häusern ohne überdimensionierte Investitionen rasch und unbürokratisch umgestaltet werden in Parkhäuser für «Smartissimo-Car».
Dieses Modul kurbelt die Wirtschaft an, entlastet die betroffenen Gemeinden, befriedigt Gaffer sämtlicher Provenienzen und wird auch Barack Obama davon überzeugen, dass in einem Land mit derartigem Innovationspotential Steuerfluchtgelder Peanuts sind.
Eine Wohltat dürfte das Projekt auch sein für alle, die dem Grundsatz frönen «Das Auto muss weg von der Strasse». – Ist «Smartissimo» mal in seinem Parking, ist er weg.
Und weg ist weg.
In Erwägung gezogen werden Verträge mit einer Laufzeit zwischen 8 und 24 Jahren.

[ 3 ] - «Smartissimo-Transformation Suisse»:
Eingedenk der Tatsache, dass bisherige Straftäter wie Fritzl und Priklopil ihre Keller und Verliese zwar unbeaufsichtigt einrichten durften aber NICHT AUSRÄUMEN mussten, kann ich demonstrieren, wie solche Räumlichkeiten im Nu umgearbeitet werden können zu auch anderen Zweckdienlichkeiten:
In zeckenfreie Zonen, in Abkühlräume während klimagestörter Sommermonate, in herrliche Weinkeller, in Gefängnisse, Atombunker, Horte für querulierende Investment Banker, Kleinkolonien für renitente Bonibezüger und vieles mehr.
Angesichts der Wirtschaftslage wird sich erweisen, dass Investitionen in derartige Sozialbauten bald unverzichtbar sein werden.

[ 4 ] - «Smartissimo-Delinquent-Economy Suisse»:
Unentwegt renitente Delinquenten, die in Rotten gehortet [ 3 ] werden, verschlingen durch die öffentlichrechtliche Durchfütterung enorme Summen an Geldern. Um dieses Übel einzuschränken, sondert «Delinquent-Economy» die Täter gezielt aus, um sie als Arbeiter für Handlangerdienste an den o. a. Projekten einzusetzen.
Der Fritzl-Prozess ist besonders geeignet, um gleich vor Ort am geeigneten Objekt einen solchen Arbeitseinsatz zu demonstrieren. Eine entsprechende Montur wird von «Smartissimo» dem Fritzl selbstverständlich kostenfrei zur Verfügung gestellt. Da die Montur über fluchtresistente Einlagen verfügt, werden auch die österreichischen Sicherheitsdienste enorm entlastet. – Ein schlichter Freundschaftsdienst der Schweiz an ihren Nachbarn.
Zur weiteren Entlastung Österreichs wird eine Daily Soap in Erwägung gezogen– produziert auf einem polaren Delta – mit Titeln wie:
- Fritzl unter Tage
- Fritzl unter Sauerstoffmangel
- Fritzl unter Sonnenmangel
- Fritzl unter Dutroux’ Fuchtel
- Fritzl ging unter (für die letzte Folge)

[ 5 ] - «Smartissimo-Hidden-Activity Suisse»:
Das Modul richtet sich gezielt an den Sitz 69, ist hingegen für alle Sitze geeignet, die sich zwischen merkwürdigen Besetzungen (auch für jene vorne und hinten, vertikal und diagonal etc.) befinden.
Aus naheliegenden Gründen wird «Hidden-Activity» nicht näher beschrieben. Anhand kleiner Beispiele wird die Effizienz des Moduls dargelegt:

«Pufferfunktion»
Es versteht sich, dass die Pufferfunktion per se den Inhaber von Platz 69 in Lebensgefahr bringen kann. Also, ich wäre da sozusagen das kleine Arschloch zwischen zwei riesigen Arschbacken. Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne, da ich durch «Hidden-Activity» mit allen Wassern gewaschen bin. Herr Ahmadinejad und Herr Medwedew werden mir das danken - oder auch nicht.

«Schokoladehäuschen»
Wer kennt sie nicht, die kleinen Quader, weltweit berühmt als Schweizer Schokolade. Sollte mir die Iranerin so eins für den Russen übergeben wollen, oder sollte so was der Russe für die Iranerin tun wollen, wird «Hidden-Activity» sofort aktiviert. Das Schokoladehäuschen wird analysiert und wenn notwendig neutralisiert, falls Kontaminationen mit Thallium (Alexander Litwinenko) oder Dioxin (Wiktor Juschtschenko) festgestellt würden. Ein derart neutralisiertes Schokoladehäuschen werde ich danach gerne mit notwendiger diplomatischer Sorgfalt an Mann / Frau bringen – selbst wenn ich’s dem Beschenkten mitten in die Fresse knallen müsste.

«Trennfunktionen»
Sollten sich die beiden anliegenden Sitzplatzinhaber in den Haaren liegen wegen gegensätzlichen Meinungen, sollten sie gegenseitig Notizen austauschen oder gar fraternisieren wollen, werde ich für die notwendigen Entflechtungen sorgen, ohne die schweizerische Neutralität direkt oder indirekt zu tangieren. Allfällig darüber geführte Schriftsätze würden nach einem kleinen Wink der USA sofort vernichtet oder dem geheimen alpinen Reduit «Nähkästchen» zugeführt, auf das bloss Google jederzeitigen Zugriff hätte.

Mit vorzüglicher Hochachtung und
Mit freundlichen Grüssen
quantensprung

Lupe-Blog-Betreiber hat gesagt…

at quantensprung:

eigentlich recht quantensprungmässige ideen.

bin aber erst bis und mit (2) fertig geworden. jetzt gehe ich schlafen. lese aber regelmässig weiter und sollte ich bis zum 15. fertig werden, so könnte dein beitrag noch in die wertung einfliessen.

allerdings müssten es selbstverständlich meine beiden anderen multiplen persönlichkeiten nach mir bis dann auch noch gelesen haben.

Anonym hat gesagt…

Lass mich hingehen, damit durch mich als deren Vertreterin die glotzende skandalgeile Masse anwesend ist.

Daniela housedani@gmx.at hat gesagt…

hallo,

ich bin gerade auf eure blog aufmerksam geworden, ich bin aus der nähe von amstetten und möchte mir den jahrhundertprozess nicht entgehen lassen. ich möchte ab nächstes jahr journalismus studieren und denke ich könnte durch diesen prozess das nötige know how bekommen und könnte euch einen wirklich guten blog abliefern, würde mich also wirklch sehr darüber freuen, dabei sein zu dürfen

lg daniela

Lupe hat gesagt…

DIE ENTSCHEIDUNG:

nach abwägen aller "quantenspringender schockoladenhäusen", "ciaccobo/müller-karten", "goggi-lollys" oder "kastrations-aussichten" hat die jury die eintrittskarte dem zivilschutzbeauftragten sumpfnoodle verliehen.

DIE BEGRUENDUNG:

seine beweggründe ... "Ich bin Zivilschutzbeauftragter des Bundes und darum grundsätzlich an mehrjährigen Praxiserfahrungen mit solchen Schutz-Anlagen interessiert." ... helfen uns schweizerinnen und schweizern am meisten. gerade in zeiten, wo man am südranden (schaffhausen) atommüllendlager bauen will, oder in der nähe von genf (CERN) schwarze löcher produzieren will, müssen wir unsere zivilschutzanlagen mit allen möglichen mitteln optimieren und verbessern. da sind langjährige praxiserfahrungen von unterkellerungen von vorteil.

wobei den atommüll aus dem norden könnte man eigentlich im schwarzen loch aus dem süden entsorgen.

Goggi hat gesagt…

Mist. Dabei wollte ich dem Fritzl die Hand aufs Knie legen

Lupe hat gesagt…

komm schon, du hast eh gesagt, an diesem tag hättest du schon was vor.

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