29.11.2010

Dank Lupe-Blog: Nach Volksabstimmungen nur Sieger

das ist das schöne an der schweiz: da finden zwei bis dreimal pro jahr volksabstimmungen statt und diese hinterlassen nur gewinner, dank dem lupe-blog

ausschaffungs-initiativen: einmal mehr gibt es nach nach einem abstimmungssonntag in der schweiz nur sieger. die svp feiert ihren anti-ausländer-initiativsieg nummer xy, fortsetzung folgt. jene, die die ausschaffungsinitiativen bekämpften, erachten es als erfolg, dass es die svp-vorlage nur knapp geschafft habe. erster erfolg der verschärften ausschaffungs-bestimmungen für kriminelle ausländer: boris becker wird ausgeschafft, weil er einem st. moritzer golfclub tausende von franken schuldig bleibt.

steuergerechtigkeitsinitiative: die economiesuisse (wirtschaftsdachverband) investierte im kampf um die steuergerechtigkeits-initiative pro tag soviel geld, wie ihre gegnerschaft im ganzen wahlkampf (economiesuisse = 10 mio, prokomitee rund um die sp = 250'000) und erreicht, dass die superreichen weiterhin unbeschränkt gemeinden und kantone mit nicht-zuzug oder wegzug drohen können, sollte es keine massiven  steuererleichterungen geben. doch auch die eigentlichen verlierer zählen sich zu den siegern. die sp-führung ist begeistert, dass sie bei der mindeststeuersatz-vorlage, gemessen am wähleranteil, doppelt so viel zustimmung erhalten habe. das schöne am sieg der supperreichen: die auffanglager für supperreiche steuerflüchtlinge in rumänien und bulgarien können wieder geschlossen werden.

erfolg für lupe-blog: obwohl die abstimmungen anders ausfielen, als gewünscht, ein erfolg für den lupe-blog bleibt. die verlierer orientierten sich in ihren medienverlatubarungen immer mehr 1:1 an der 2007 im blog veröffentlichten checkliste für abstimmungsniederlagen. für alle, die auch wissen wollen, wie man am besten eine abstimmungsniederlage als sieg verkauft, hier noch einmal die ultimativen tipps für die stellungnahmen in den medien danach:
Checkliste: Medienerklärung nach Abstimmungsniederlage

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bild via

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Aber hallo! Es gibt einen Verlierer! Und das bin I-CH!-)

Gestatten: Urschweizer, Protestant, Puritaner, also Kapitalist.

Begründung: Es gibt nichts Unsinnigeres als Geldverschwendung zu Unterhaltungszwecken. Ist ein Nullsummenspiel. Also ärgerlich.

Ausführung: Das jährliche Volkserregunstheater, welches jeweils pünktlich am 1. Advent mit dem grossen Zuschauervotig endet, kostet Unsummen. Und wozu? Unterhaltung. Klar. Aber es gibt weder einen Musikstar noch sonst einen Gewinner. Das einig Nachhaltige diser Geldverschwendung: Die Bundesverfassung wird zum Gemischtwarenladen umgebaut. (Habe nichts gegen Gemischtwarenläden, sofern sie rentieren, wohlgemerkt)

Vorschlag an die Schweizerische (Geld) Verschwender Partei: Nächste Volksunterhaltungsinitiative mit dem Inhalt: Zukünftig werden am Samstagabend im SF mittels Televoting alle anstehenden Fragen direktdemokratisch geklärt.

Brennwald kann meinetwegen die Show leiten. (Damit ist er wieder eingebunden) Polizeirapporte werden verlesen und die Sanktionen im Multiplecoiseverfahren ausgewählt: 5, 10, Jahre oder lebenslänglich.

Auch sonstige aktuelle Fragen werden Samstagabend so geklärt. Damit wird das Geld dann endlich wieder in was Intelligentes investiert: z.B. In Verlage im Ausland. Dort könnte dann Somm (nur als Beispiel) auf fremden Territorim eine schleichende Uebernahme ausländischer Territorien in die Unternehmung Schweiz vorbereiten.(Ob das verständlich genug ist?)

Also Investitionen in die Zukunft der Schweiz. Die stückweise Uebernahme der EU. Wäre zumindest eine Herausforderung.

Man sollte Blocher endlich mal wieder ein sinnvolles Projekt für seine Investitionen anbieten. Der Mann versauert sonst noch und die Verfassung sieht zuletzt aus wie weihland die Ursuppe.

Ein Protestant sollte das wissen. Geldverschwendung führt ins Ch-aos!

Puktum.

Stolzer Stimmbürger hat gesagt…

Da hilft den wackeren Linken ihre feine Satire und Ironie nicht mehr wirklich weiter: Das Volk hat einen klaren Auftrag erteilt, der Wille der Stimmbürger ist gestern deutlich geworden! Die Multikulti-Einwanderung der letzten Jahre samt linker Asylpolitik hat zu unhaltbaren Zuständen geführt!
Die Schweiz braucht auch keine sozialistische Gleichmacherei sondern tiefe Steuern für alle, besonders für Familien.

Anonym hat gesagt…

Seien sie doch froh, dass sie stolz sind :-)

Sie wollen keine sozialistische Gleichmacherei, aber tiefere Steuern für Familien. Aha.

Und wer soll bitte sehr die Ausfälle bezahlen, die dadurch entstehen würden? Etwa I-Ch? Nö, nö. Stolze Stimmbürger werden doch nicht etwa ihren Stolz verlieren, sobald sie Familie haben. Seien sie doch einfach stolz darauf! Familie ist was Schönes!

kikri hat gesagt…

Deine Checklisten haben sich wieder einmal bewahrheitet (eigentlich wie immer)
Das Argument "die Gegner hatten mehr Geld) verstehe ich nicht und habe es nie verstanden.

Haben die mit mehr Geld jedem Stimmbürger vor der Urne Geld für richtige abstimmen zugesteckt?
Wenn ja: ich werde in Zukunft an der Urne, statt per Brief abstimmen gehen.

Sind wir denn bestechlich?

Anonym hat gesagt…

bestechlich? nein, bloss manipulierbar. denk ich mal. das ist eine form von käuflichkeit. die svp hat ca 20mio für werbung ausgegeben. und hat damit 140 000 stimmen für ihr ja mehr gemacht als die gegner. diese haben wohl allerhöchstens 2 mio ausgegeben. ergo: eine stimme für die svp initiative ist kostenintensiv. emotionen sind teuer und kosten halt. die nein stimmer sind eher politisch denkende pragmatiker. die lassen sich auch nicht kaufen (über emotionen und bildchen)

mich erhält und stimmt das zuversichtlich. 47% der stimmenden sind weder käuflich noch dumm ;-) für mich eine grundsolide, urdemokratische minderheit. obs sowas in einem andern land gibt, würde ich stark bezweifeln. ich bin also auch ein stolzer stimmbürger.

Lupe, der Satire-Blog hat gesagt…

und wenn ein wirtschaftsdachverband pro tag im abstimmungskampf so viel ausgeben kann, wie die gegner insgesamt, so wird dies die abstimmung beeinflussen. ansonsten würde doch kein verband 10 mio ausgeben.

die lügenmärchen mit dem steuerausfall und den mehrbelastungen für den mittelstand konnten so nicht jedesmal widersprochen werden.

es wären kaum superreiche ausgewandert, sie hätten aber deutlich mehr steuern bezahlt. schlussendlich wäre mehr geld in die kantonskasse geflossen. genau diese mehreinnahmen kritisierten ja zwei finanzdirektoren solcher steuerparadiese in der sonntagszeitung, weil sie dadurch weniger finanzausgleich bekommen hätten.

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