15.12.2008

Karikaturen über Mörgeli's Unfall?

anlässlich der grossen karikaturen-ausstellung im kleinen zuzwil fand eine diskussion unter karikaturisten statt. wie weit darf man mit karikaturen gehen? müssen öffentliche personen einfach damit umgehen können? gibt es ethische grundsätze? darf man z.b. in einer karikatur den unfall mörgelis thematisieren? konkret: z.b. die folgenden zusammenhänge rund um mörgelis unfallwagen:
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....................foto vom unfallort christoph mörgelis
...............foto via 20 min, fototext (inhaltlich) via sonntag.ch

.

anlässlich des unfalltodes von jörg haider gingen ähnliche grundsatzdiskussionen los. satirisch wurde dessen tod allerdings immer wieder ausgeschlachtet (siehe link unten). was ist eure meinung? wo hört sozusagen der spass auf? meinungen in den kommentar.
ergebnis der umfrage:

Kommentare:

gurix hat gesagt…

Nun wenn schon, dann müsste die Karikatur auch witzig sein. Aber hierbei finde ich weder Zusammenhang, noch Witz. Schade aber vielleicht kann mich jemand aufklären.

Lupe hat gesagt…

at gurix:
ich war nicht an jener diskussion, kann also nur vermuten, wie sie auf die spezifische idee mit dem wagen kamen. vermutlich weil alles mit der svp zusammenhängt: mörgeli ist aus der svp, die svp-autoimporteure waren immer gegen parallelimporte und svp-guru blocher lobt sich und seine ems-chemie ja immer über alle massen.

wüsste auch nicht, wie man daraus eine karikatur machen könnte.

es ging wohl einfach um den versuch, die diskussion an einem veranschaulichenden beispiel zu lancieren. prinzipiell geht es aber um die grundsatzfrage, wo sind die grenzen der karikatur? (siehe auch rechte spalte).

Bruder Bernhard hat gesagt…

wenn Haider stockbesoffen und mit Rasergeschwindigkeit seine Untertanen gefährdet und dabei ins Gras beissen muss, dann gibt das hoffentlich Anlass zu bissiger Satire. Ist total berechtigt.
Wenn Mörgeli von der Sonne geblendet verunfallt, die ersten Tage nur den Kopf bewegen kann, und man nicht weiss, ob das so bleibt: Da ist kein Anlass zu Satire auszumachen. Nur plumpe Schadenfreude.

Anonym hat gesagt…

Also ich sähe schon ein Satirepotenzial in Mörgelis Geschichte, aber jenseits des zu Schrott gefahrenen Wagens. Vielleicht später mal...

Ueli Maurer stllt sich aber freiwillig zu Verfügung. Er plaudert aus dem Nähkästchen. Und war er da sagt, ist doch eingermassen erstaulich. Oder eben auch nicht.

Zumindest erklärt es vermutlich sein Engagement gegen Harmos und sein Weltbild ganz allgemein.

Am Tisch und am Hof der Grossfamile des neuen Bundesrates wird und wurde nie politisiert. Man lese auch kaum Zeitungen und sehe nicht fern.

Das ist also die "gesunde Familie" eines recht-en Schweizers.

Staatskundliches, Dialog, Debatten, Diskussionen über Gesellschaft, politische Themen, Auseinandersetzung mit der Welt ausserhalb der "höfischen Idylle" gehören somit seines Erachtens nicht zur "Erziehungsverantwortung" des Elternhauses.
Es reicht wohl vollkommen, dass die Kinder dann allenfalls populitische Parolen (über die Welt und Realität) vorgesetzt bekommen und die lauthals nachschreien.
Harmos könnte diese wohl diese notwendige "Unmündigkeit" gefährden. Sie könnten mit etwas Bildung, den populistischen Sprücheklopfern über den Kopf wachsen. Die Schule als Hort der "bösen" Aufklärung halt.

Ob Maurer in Blochers Fusstapfen tritt: Blocher hatte ein ungemeines Mittelungsbedürfnis. Aufgrund seiner Plaudereien hat er sich "selbstentblösst". Er wurde durchsichtig und damit verlor er jedes staatsmännische Profil.

Si taciusses...

Ich dachte, er sei klüger..

;.)

lupe hat gesagt…

interessant ist, dass es bei haider wesentlich weniger beisshemmungen gab, als bei mörgeli.

ist dies, weil er sich weiter aus dem fenster lehnte, noch stärker polarisierte, als mörgeli.

persönlich denke ich, dass bei vorfällen mit schweren verletzungen(im zusammenhang mit öffentlichen personen), satire keinen platz hat, solange die person nicht wieder geheilt ist und auch einige zeit seit dem unfall vergangen ist.

kopfchaos hat gesagt…

..... satire muss beissen, wohlgemerkt, satire, nicht hohn.....
..... satire, die nicht beisst, is' wie ein rottweiler der nur leckt.....!

Anonym hat gesagt…

Ich sehe das im prinzip auch so, lupe: auch wenn mörgeli selber, keinerlei moralische skrupel,keinerlei ethisch-moralische bedenken oder einwände, in keiner seiner geschamcklosen auftritte und austritte an den tag legte, oder akzeptierte.

unvergesslich für mich: seine instrumentalisiertung von buchenwald.

der zweck heiligt die mittel. das ist mörgeli.

doch wir brauchen uns ja nicht so bescheiden zu geben, und uns mit ihm auf eine stufe zu stellen.

deshalb: er soll erst gesunden. richtig.

der arme lastwagenchauffeur ist hoffentlich wohlauf. es wäre unrecht, wenn er, wie ich irgendwo gelesen habek, zum scheininvaliden würde. er ist das wirkliche opfer.

Sly hat gesagt…

Hoffen wir, dass Mörgeli bald wieder vollends einsatzfähig wird, keine Lähmungserscheinungen zurück bleiben. Für ihn wäre es besonders hart, gegenüber der IV immer wieder beweisen zu müssen, dass er immer noch teilinvalid wäre.

Ich habe einen Kollegen, der leidet, seit ihm zum zweiten Mal einer hinten rein gefahren ist, massiv an einem Schleudertrauma. Es sei ziemlich hart, da die zustündigen Stellen (ich weiss nicht ob IV oder Arzt) prinzipiell immer mal zuerst nicht glauben, dass es so schlimm sei.
Man werde praktisch wie ein Scheininvalider behandelt, obwohl man für die Unfälle nichts dafür kann.

Anonym hat gesagt…

Tja, wäre an der Stelle von Herrn Mörgeli ein Türke oder ein Portugiese im Rover gesessen...die Schweiz hätte jetzt einen I.V./SUVA Rentner mehr.
Aber das wollt ihr Gutmenschen ja nicht hören.

Bruder Gerhard hat gesagt…

«Wenn Mörgeli von der Sonne geblendet verunfallt, die ersten Tage nur den Kopf bewegen kann, und man nicht weiss, ob das so bleibt: Da ist kein Anlass zu Satire auszumachen.»
Es sei denn, es war das SVP-Sünneli, dass ihn geblendet hat.

Anonym hat gesagt…

... at gerhard

oder blochers erleuchtung, ... aber eben, wir machen jetzt noch keine satire.

Köbi Bünzli hat gesagt…

@bruder gerhard: so haben wir es auch interpretiert: http://sauglattismus.blogspot.com/2008/12/es-war-das-sonnenlicht.html

Anonym hat gesagt…

aber jucken täts mich schon..:-)

blocher selber sagte ja, gemäss tagi: das erste was mörgeli sagte, sei gewesen: dass es sehr schlimm sei, dass er die partei nun alleine lasse im kampf. (er meinte bundesratswahl)

und blocher meinte dazu: das sei dann eben ein charakter! (er sagte nicht ein parteisoldat) nicht so wie diese da in den räten, die von so abstrakten dingen wie rechtsstaat, völkerrecht und so geredet hätten.

naja. ist das nicht schon fast satire. ich meine, blochers worte.

natürlich sagte er (blocher) auch noch, dass er hoffe, dass nebst dem kopf bald wieder die finger funktionieren.

mörgeli sei, wen erstaunts, der BESTE Kolummnist in Europa. (er sagte nicht Universum)

ja und wen erstaunts, dass mörgeli und blocher vom rechtsstaat, dem völkerrecht, der gewaltentrennung, der bundesverfassung bloss abstrakte vorstellungen haben.

schliesslich wurde blocher, gemäss offizieller definition: aus missgunst und neid abgewählt.

nicht etwa, weil er von gewissen dingen, eine allzu abstrkte vorstellung hatte.

denn, er bestimmt das recht, und wie das so sein sollte, gleich selber.
und wenns nicht gehorcht, dann wirds gebogen. (statuten)

was konkordanz bedeutet, davon hat blocher auch nur so eine abstrakte vorstellung.

er meint, das sei zauberformel.

aber immerhin: mörgelis kopf hat keinen schaden gelitten.

Lupe hat gesagt…

tja der blocher hat noch von vielem eine ganz eigene vorstellung, die von immer weniger leuten geteilt wird.

allerdings, immerhin noch vom news-one chef norbert neininger, der ihm sein teleblocher ermöglicht. gratis zwar wohl kaum.

Littlemorning hat gesagt…

Mörgelis Kopf hatte schon vor dem Unfall einen Schaden, sonst wäre er nicht so stupid verunfallt.

Anonym hat gesagt…

Herr Mörgeli hat gute Chancen in eine langjährige IV-Abklärung reinzukommen. Dies wird ihn sicher freuen, um so mehr als er feststellen wird, dass nun wirklich "Integration statt Rente" gelebt wird. Es wird wohl lange dauern, bis die zuständigen Behörden rausgefunden haben, wozu er denn ohne Gefühl noch zu Gebrauchen ist.

Anonym hat gesagt…

"wozu er denn ohne Gefühl noch zu Gebrauchen ist."

Ich weiss es: als "Diktator": "Debbie Mötteli zum Diktat"

Anonym hat gesagt…

nun können wir aufatmen. mörgeli ist wieder in der lage, seine "jahrundertkolummnen" zu schreiben. ergo: die satire lebt.

sein kopf hat nicht gelitten, in alter frische bröselt der alte bub seine überflüssigen elaborate aus der mischung: schlagzeilen, couchepinhass, unbewältigter trauer um den gekippten abgewählten und strammer unreifer parteiideologie. übergossen mit der bräunlich klebrigen sülze, linkenhass. diese scheint ja auch den schafen besonders zu schmecken.

;-)

he is back. überflüssig. unsinnig. und abgelutscht.

ein genuss für satiriker.

also los ! :-))

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