25.03.2010

Der schmutzige Finanzkrieg der Grossbanken gegen EU-Staaten

früher führten im eu-raum staaten kriege gegen andere staaten, um jene zu unterjochen, religiös zu bekehren oder landgewinne zu erkämpfen. heute führen grossbanken schmutzige finanzkriege gegen verschuldete eu-staaten, um des profites willen.

die meldung:
finanzberater und wirtschafts-fachblätter (cash) raten, in nächster zeit auf den kauf von euro zu verzichten, der wechselkurs zum schweizer franken werde bis ende mai sicherlich noch gegen 1.40 sinken, momentan liegt er knapp unter 1.43, rund 18 prozent tiefer als bei seinem höchststand im jahre 2007

der hintergrund:
solange nationale grossbanken, wie die deutsche bank, barclays, goldman sachs, morgan stanley und jp morgan einen schmutzigen spekulantenkrieg gegen griechenland und andere schuldenbeladene eu-staaten führen und umso mehr verdienen, je tiefer diese staaten in die verschuldung geritten werden, solange wird sich nichts ändern. solange jene banken weiterhin mit dem gleichzeitigen spekulativen handel von staatsanleihen verschuldeter eu-länder und versicherungen auf diese staatsanleihen (cds) jene eu-staaten immer tiefer in den schlamassel ziehen, solange wird sich nichts ändern. der euro wird weiter sinken, die schweizer nationalbank hat die finanziellen mittel nicht, den frankenkurs gegenüber dem euro über längere zeit hoch zu halten.
der finanzkrieg der grossbanken gegen eu-staaten wurde seit monaten auf andere eu-länder ausgeweitet. mit erfolg: gestern stufte die ratingagentur fitch portugal herab. (anmerkung: ratingagenturen sind meist stark verbandelt mit grossbanken). durch die herabstufung der kreditwürdigkeit portugals können cds-versicherungen auf portugiesische staatsanleihen wesentlich teurer verkauft werden, die wirkung dieser einstufung auf die verzinsung der staatsanleihen wird nicht ausbleiben. durch skrupellose wettgeschäfte mit den cds-papieren (anleitung hier) lässt sich der gewinn der grossbanken so massiv steigern. ein risiko mit den cds-papieren gehen die banken nicht ein, da die eu es nicht zulassen kann, dass einzelne eu-staaten bankrott gehen.

aussicht:
düster! ... es gibt momentan keine internationale finanzmarktaufsichtsbehörde, die willens oder in der lage ist, diesem rücksichtslosen treiben der banken einen riegel zu schieben. und die eu hat keine lösung, mehreren hochverschuldeten eu-ländern gleichzeitig wirkungsvoll unter die arme zu greifen. die eu-staaten müssen sich warm anziehen.

.........
früherer beitrag zum thema: Banken treiben Griechenland in den Bankrott (update)

Kommentare:

ketzerisch hat gesagt…

Finanzkrieg gegen Griechenland? Der größte Spekulant gegen Griechenland ist die griechische Postbank und die gehört dem Staat selbst. Die ziehen eine ganz krumme Nummer ab.

http://verlorenegeneration.de/2010/03/23/griechenland-fest-in-der-hand-der-spekulanten/

Lupe hat gesagt…

at ketzer: sobald der grosse zaster ruft, scheinen selbst postbanker keine ethik und moral mehr zu haben.

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