06.11.2008

Sie haben meinen Respekt, John McCain !

obama hat gewonnen und dies ist gut so. wie allerdings john mccain die niederlage eingestand und was er dabei sagte, dies verdient meine hochachtung. es braucht viel, in der stunde der niederlage vor die versammelte, teils erz-konservative, teils rassistische fanschar zu treten und dem zukünftigen präsidenten zu gratulieren. es zeugt aber von noch wesentlich mehr grösse, dazu aufzurufen, den ersten schwarzen präsidenten der usa zu unterstützen, differenzen zu überbrücken, kompromisse zu finden.
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john mccain gesteht niederlage ein (phoenix)
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ausschnitte aus seiner rede:
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"Ich wünsche dem Mann viel Glück, der mein ehemaliger Kontrahent war und der mein Präsident sein wird."

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"Nach dieser langen und schwierigen Kampagne verdient allein schon sein Erfolg, sein Können und seine Ausdauer meinen Respekt. Dass er es aber darüber hinaus geschafft hat, die Hoffnungen so vieler Menschen zu inspirieren, die zuvor gedacht hatten, dass ihr Leben nicht durch eine Wahl beeinflusst würde und auch nicht dachten, dass sie selbst Einfluss auf den Ausgang einer Präsidentschaftswahl nehmen könnten, bewundere ich sehr".

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"Und ich verspreche ihm (Obama) heute Nacht, alles in meiner Macht Stehende zu tun, ihm zu helfen, uns durch die vielen Herausforderungen zu führen, denen wir gegenüberstehen."
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"Ich rufe alle Amerikaner, die mich unterstützt haben, dazu auf, sich mir anzuschließen: nicht nur indem sie Obama gratulieren, sondern indem wir alle unserem neuen Präsidenten mit Wohlwollen entgegentreten und uns aufrichtig bemühen, Wege zu finden, um zusammenzukommen und die nötigen Kompromisse zu finden, um unsere Differenzen zu überbrücken".
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"Dies ist eine historische Wahl, und ich erkenne die besondere Bedeutung, die sie für Afro-Amerikaner hat, und den besonderen Stolz, den sie heute fühlen müssen."
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Und auch wenn wir gescheitert sind, der Fehler liegt bei mir, nicht bei euch.
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auch als satire-blogger, der voll und ganz hinter obama stand und mccain mit teils bitterbösen beiträgen nicht verschonte, zolle ich ihm hier meinen vollen respekt. hut ab, mr. mccain! das war eine ganz starke leistung!
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zurück zur satire: wer noch nicht wusste, warum obama gewann und mccain verlor:
40 (satirische) Gründe, warum Obama gewann (div. links zu videos und fotos)
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die ganze gratulationsrede mccains auf video
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quellen: news.at, spiegel, foto via 20min

Kommentare:

Chit&Chat hat gesagt…

Ich fand sein Verhalten auch super. In der Niederlage zeigt sich eben die wahre Größe. Das ist sehr nachahmenswert. So eine Einstellung gefällt mir.

detailsuche hat gesagt…

Fand ich auch, Hut ab!

Anonym hat gesagt…

Wenn er jetzt noch über Pissoirs gesprochen und den Spiegel gebäscht hätte, dann hättest du wohl gewollt, dass er gewonnen hätte.

lupe hat gesagt…

mit sicherheit

Anonym hat gesagt…

Ich bin leider etwas skeptisch.
McCains Rede war absolut staatsmännisch, ganz klar. Sie liesse sich einerseits mit seiner Aussenseiterposition in der Republikanischen Partei erklären.
Auch über eine eigene schmerzliche Erfahung: McCain war in den Vorwahlen damals Opfer einer perfiden Schlammschlacht des Busherclans.

Leider gibts noch andere Motive für die starken Worte. Die Republikaner tun alles um sich vorsorglich von jeglicher Verantwortung im Zusammenhang mit einem allfälligen Attentat auf Obama zu entbinden.

Wir dürfen nicht vergessen, dass McCain die paranoiden Wahnvorstellungen der rassistischen Nationalisten aktiv genährt hat, bis zuletzt. (Obama als Terroristenfreund etc)

Im Falle eines Falles könnte man sich auf die "versöhnlichen Worte" von McCain und auch Bush berufen und wie bei Kennedy den Mythos vom verwirrten Einzeltäter pflegen.

Man sollte den Teufel nicht an die Wand malen, ich weiss. Es wäre allerdings naiv, den Teufel in seinen vielfachen Verkleidungen nicht sehen zu wollen.

Wie auch immer.

Lets hope.

lupe hat gesagt…

interessante gedanken.

so im sinne, die selbst angeheizte stimmung gegen obama rechtzeitig noch zu entladen und durch überschwengliche nette, unterstützende worte, die hetztenden wahlkampf-äusserungen in den hintergrund zu verdrängen. damit das positive bleibe.

aber da ich ja ein absolut positiv denkender mensch bin - haben satire-blogger ja so an sich - unterstelle ich mccain keine solchen hintergedanken.
:-)

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