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11.02.2013

Schweiz kurz vor Bürgerkrieg - oder warum die Abzockerinitiative obsiegt

wird die abzockeriniatiative angenommen, versinkt die schweiz in armut und bürgerkrieg. der wirtschaftsdachverband der schweiz verhilft mit dieser prognose der volksinitiative endgültig zum durchbruch und liefert ganz allgemein ein peinliches lehrstück bezüglich kontraproduktivem campaigning   

bürgerkrieg, tote, flüchtlingsströme, elektrischer grenzzaun zwischen nord- und westschweiz, grosse armut, zerbombtes bundeshaus, basel in schutt und asche: all dies droht bis in 15 jahren, wenn die abzockeriniatiative am 3. märz angenommen werde, so der wirtschaftsdachverband  economiesuisse in einem bisher unveröffentlichten werbefilm gegen die abzockerinitiative. (quelle sonntagszeitung)

10 mio in den sand setzten
der kurzfilm von regisseur michael steiner droht den befürwortern der abzockeriniative mit einem horrorszenario in ungeahntem ausmasse. der zustand in syrien oder afghanistan ist ein dreck dagegen. bisher haben den werbespott erst ein paar auserwählte politiker und ein paar entscheidungsträger von economiesuisse gesehen. der abgewählte svp-bundesrat blocher ist auf jeden fall schon mal begeistert von dem film. ob er je in der öffentlichkeit erscheint (würde natürlich hier sofort aufgeschaltet) ist fraglich, denn er würde die gegner der abzockerinitiative noch mehr stimmen kosten.

belustigend an der ganzen sache rund um den abstimmungskampf gegen die abzockerinitiative ist, dass die gegner (wirtschaft, banken, topmanager, bürgerliche parteien und bürgerliche medien) der initiative mit ihren unbeholfenen, aber megateuren aktionen in die hände arbeiten

die kontraproduktivsten momente der gegenkampagne:
  • abzockerlobbyisten unter den politikern verschleppen 5 jahre lang die parlamentarische behandlung der abzockerinitiative
  • wirtschaft klotzt mit einer 10 mio kampagne (befürworter ein paar hunderttausend)
  • mit dummen aktionen und äusserungen den initianten minder immer mehr in die "david gegen goliath" rolle führen. 
  • seit monaten in jeder zeitung ein farbinserat gegen die abzockerinitiative
  • in der öffentlichkeit treten fast nur millionäre gegen die abzockerinitiative auf
  • der wirtschaftsdachverband economiesuisse liess kommentare gegen die ai kaufen
  • ubs macht 2.5 mia verlust, zahlt gleichzeitig 2.5 mia boni
  • credit suisse will boni-höhe erst nach der abstimmung veröffentlichen
  • oberabzocker, sprich nestléchef vasella tritt noch rasch zurück, damit abgangsentschädigungen vor inkrafttreten der abzockerinitative noch möglich sind
  • goldener fallschirm: vasella kriegt millionen, damit der die nächsten 3 jahre nichts tut
  • ein anti abzocker-vi-werbespott, der völlig unglaubwürdige horrorszenarien heraufbeschwört

fazit: economiesuisse liefert ein lehrstück, wie man kontraproduktives campaining betreiben und damit mehr als 10 mio franken in den sand setzen kann.

                                    PS: um hinweise, wie, wann oder wo man den horror-film ansehen kann 
                                          (oder schon könnte), sind wir selbstverständlich froh

10.07.2012

Wenn Minder den Balotelli macht

"wenn ich die abzocker-volksabstimmung gewinne, mache ich den balotelli, versprach initiant thomas minder (ständerat) gegenüber "lupe, der satireblog".

dlp.bern. der italienische superstürmer mario balotelli verzückte viele fans, als er nach dem 2:0 gegen deutschland das leibchen vom leibe riss und regungslos eine bodybilder-pose einnahm. 
balotelli-pose in der finalrunde der em 2012

"kann ich auch", meinte thomas minder gestern lachend im gespräch mit dem lupe-blog. 

minder hat abzocker im visier
(nein, er hält das fernglas
nicht verkehrt rum)
der abzockerschreck begründete, warum er, falls er seine volksabstimmung gewinnen werde, sich ebenfalls medienwirksam hemd und krawatte vom leibe reissen will: "das leibchen vom leibe reissen hat auch etwas mit transparenz zu tun, dafür kämpfe ich in bern ja auch." bei der festlegung der managersaläre gehe es für die aktionäre zu wenig transparent her und zu, bei der lobbyisten-plage für die bevölkerung. 
da minder die abzockerinitiative nach dem eigengoal des bundesrates (herausschieben des abstimmungstermines auf frühjahr 2013) mit noch grösserem vorsprung gewinnen wird, dürfen wir auf den gestählten körper des mundwasserchefs gespannt sein. 

24.09.2011

Papst Benedikt - Topmanager des Jahres (Video)

ein internationales wirtschaftsgremium, zusammengesetzt aus topmanagern der drei grossen ratingagenturen, erkor jupp ratzinger, alias papst benedikt zum topmanager des jahres.

der zdf-bericht dazu:

topaktuell zum papstbesuch:
Papst entsetzt über Merkels Aussehen

21.03.2010

UBS: Kasperle-Theater ohne Kaspar

es war einmal ein marionettentheater, called ubs, die hatten einen kasperle, der die rolle des  verwaltungsratspräsidenten spielte. kaspar villiger hiess die marionette, an den fäden zogen die abzocker der hochfinanz. kasperle fühlte sich in seiner neuen rolle wohl, denn früher war er mal bundesrat und da musste er mehr tun und verdiente erst noch weniger. heute sieht oder hört man den kasperle kaum noch. er überlässt das grübeln über boni und löhne, wie auch das auftreten vor den medien oswald ossi grübel. männiglich vermutet bereits, kaspar sei fremdgegangen und habe klammheimlich die rolle des "wo ist walter?" in den entsprechenden bilderbüchern für kinder angenommen. und tatsächlich, fragt man beim bilderbuch-verlag nach, so wird versichert, dass nächstens eine neue reihe der kinderbuchserie rauskomme. titel: "wo ist kaspar?"
ausschnitt aus dem neuen kinderbuch "wo ist kapspar?"
aktuelles zu ubs und deren boni-politik:
UBS vervielfacht Kader-Boni (heutige sonntagszeitung)
ein Auszug aus Roger Schawinskis Kommentar dazu in der heutigen Sonntagszeitung:
Wir können nicht anders – wir UBS-Banker
Die Geschichte geht so: ein grosses Feuer ist ausgebrochen. Am Flussufer nähert sich der Skorpion dem Frosch und bittet ihn: «Trag mich rüber ans andere Ufer, sonst verbrennen wir beide.» Der Frosch zögert und meint: «Und wenn du mich mitten im Fluss stichst, dann sterbe ich.» Der Skorpion hält dagegen: «Dies wäre unsinnig von mir, dann würde auch ich sterben.» Also willigt der Frosch ein. In der Mitte des Flusses sticht der Skorpion zu. «Warum?», haucht der Frosch. Der Skorpion antwortet: «Du hast Recht, es ist unsinnig. Aber ich kann nicht anders. Ich muss zustechen. Ich bin eben ein Skorpion.»
Die UBS-Banker funktionieren wie Skorpione. Sie produzieren Katastrophen, verzocken Milliarden, brechen Gesetze, halten sich gegenseitig von Schaden fern – und dann betteln sie um Hilfe.
weshalb aber verhalten sich diese Banker wie unser Skorpion? Die Antwort ist einfach: Sie können nicht anders. Das ist ihre Natur. In jeder Situation müssen sie sich zwanghaft Millionen in die eigene Tasche schieben, so viel eben geht. Mit ihren Hilfeschreien schaffen sie es immer aufs Neue, brave und naive Frösche zu verführen. Im Gegensatz zum Skorpion ersaufen sie deshalb nicht physisch im Fluss. Sie sind «too rich to drown». Zudem haben sie viele eifrige Helfer, ihre bezahlten Lobbyisten im Bundeshaus, die das grosse Trommelfeuer in Gang halten. .... Zwar wissen diese Banker, dass sie in der Öffentlichkeit laufend an Prestige verlieren. Sie sind sich bewusst, dass sich die Stimmung immer mehr gegen sie und ihre Bank wendet und dass ihr Verhalten deshalb kurzsichtig ist. Aber das ist für sie ohne Belang. Denn sie können nicht anders. Sie sind eben Skorpione – pardon, geldgierige, selbstsüchtige und damit völlig unsensible Banker."

mehr über die ubs:
Skandal: FDP will UBS-Parteispenden ergaunern (der Beleg)
UBS: 2.7 Mia Verlust, 2.9 Mia Boni ausbezahlt, 2.3 Mia zusätzlich versprochen
Es abzockerlt wieder (Abzocker-Rätsel)

10.02.2010

UBS-Grübel: "Tiefe Löhne sind schuld"

die ubs fährt einen jahresverlust von 2.7 mia franken ein und zahlt boni im wert von 3 mia franken aus.

eigentlich wollte oswald grübel 4 mia boni auszahlen, wurde dann aber von der finanzaufsichtskommission zurückgepfiffen. diese "tieflöhne" seien mit ein grund, warum in den letzten drei monaten 56 mia franken von der grossbank abgezogen wurden, gab oswald grübel, ubs-chef und langjähriger schweizermeister im abzocken, den medien bekannt. sinngemäss: "die besten banker wandern ab, wenn ein ubs-angestellter im schnitt nicht mehr 256'000 franken im jahr verdient, wie dies noch 2007 der fall war. darum haben wir viel geld verloren" 

aha, wieder einmal die leier über "die besten der besten", die abwandern, wenn sie keine horrenden boni kriegen.

noch einmal herr grübel, und für sie sogar in zeitlupe, damit auch sie es verstehen:
d i e    s o g e n a n n t   " b e s t e n   d e r    b e s t e n "  
h a b e n     d i e    f i n a n z k r i s e    a u s g e l ö s t  ,   
d i e    u b s    u n d    v i e l e     a n d e r e   
u n t e r n e h m e n    i n    d e n    r u i n    g e r i t t e n !

..............
andere blogger zum thema ubs, grübel, abzocker:
Lasst uns für die UBS spenden (feldwaldundwiesenblog)
Das Nanogehirn der Banker (othmarti)

frühere beiträge über banken, boni und abzocker:
Lupe interviewt Oswald Grübel (ein oldie-post)
Investmentbanker-Witze
Top-Banker in Umerziehungslager stecken
1 Jahr Finanzkrise - satirisches Geburtstagsfest (Videos, Texte, Witze)
Neues von der dekadenten Banken-Front
Die Gattung Investmentbanker (Video)

19.09.2009

Freitag der Scheinheiligen



wenn man die heutigen zeitungsberichte durchliest, so war der gestrige freitag wahrlich ein scheinheiligkeitsfestival:
  • "europa werde jetzt ernsthaft gegen überrissene boni vorgehen",hört man einmal mehr aus den mündern entscheidungslahmer, gesponserter eu-politiker. selbstredend sofort wirtschafts-beschwichtigend anfügend: eine obere begrenzung der boni komme allerdings nicht in frage.
  • "ich habe kein schlechtes gewissen, ich tue nur meine arbeit" sagte der der anwalt des diktators. charles poncet, freund und arbeitskollege von fast-bundesrat christoph lüscher, vertritt die interessen der diktatoren-familie gaddafi im streit mit der schweiz.
  • "die schweinegrippe-impfung wird für die schweizer bevölkerung gratis." gratis? bund, kantone und versicherer übernehmen die kosten. also nichts von gratis! wir steuerzahler, wir versicherten übernehmen die kosten. aber es klingt halt mehrheitsfähiger mit dieser formulierung und die chemieriesen bleiben so nicht auf ihren unnötigen pillen für die harmlose schweinegrippe hocken.
  • ach ja, und dann bin ich noch gespannt auf die ersten worte von coop-chef loosli, der nun die swisscom übernehmen wird. sicherlich werden begriffe wie "kundenfreundlichkeit, guter service, attraktive preise" seine absichtserklärung schmücken. nur, apropos scheinheiligkeit: wie war das jetzt auch bei coop unter loosli: massenweise kleinfilialen in quartieren und dörfern wurden geschlossen, die preise stiegen an und seine zulieferer mussten sich sehr harten vertragsbedingungen unterwerfen, ansonsten flogen sie raus.
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quellen: cash, deutsche welle, drs, nzz
karikatur: fleckenstein via cash